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Digitale Bücher sind gefragt

New York - Der weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon verkauft in den USA inzwischen deutlich mehr E-Books als gebundene Bücher. Im vergangenen Monat kamen auf 100 abgesetzte Hardcoverausgaben 180 elektronische Bücher, wie Amazon mitteilte. Im ersten Halbjahr 2010 hätten sich die Verkäufe der digitalen Bücher im Jahresvergleich verdreifacht. Konzernchef Jeff Bezos nannte als Grund für den Anstieg die Preissenkung für das hauseigene E-Book-Lesegerät Kindle. Es hieß, es sei der populärste Artikel im Angebot. Den Absatz der Kindle- E-Books verglich Amazon jedoch nur mit dem gebundener Bücher – Taschenbücher wurden nicht erwähnt. dpa

Tierfutter-Kartell muss Strafe zahlen

Brüssel - Ein von der EU aufgedecktes Tierfutter-Kartell muss mehr als 175 Millionen Euro Strafe zahlen. Die Hersteller hätten sich auf einem Großteil des europäischen Marktes fast 35 Jahre lang Marktanteile und Kunden zugewiesen und teils auch die Preise abgesprochen, erklärte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel. Das Kartell bestand demnach „seit mindestens März 1969“ bis zum Februar 2004. Die Hersteller waren führend bei der Produktion von Futterphosphaten, einem Hauptbestandteil von Tierfutter. Sie stammten unter anderem aus Frankreich und den USA. Deutsche Firmen waren nicht beteiligt. AFP

Maschinenbauer optimistisch

Frankfurt - Die deutschen Maschinenbauer haben dank der wieder anziehenden Bestellungen ihre Produktionsprognose für 2010 auf real plus drei Prozent angehoben. Die Branche komme besser aus der Krise als erwartet, sagte der Präsident des Branchenverbandes VDMA, Manfred Wittenstein. Bislang hatte die Branche nach dem Krisenjahr 2009 lediglich eine Stagnation erwartet. Der Maschinenbau ist mit rund 900 000 Beschäftigten einer der wichtigsten deutschen Industriezweige. Vor allem im Ausland brummt es wieder. Die deutschen Firmen setzen etwa drei Viertel ihrer Maschinen im Ausland ab – außerhalb Europas vor allem in China, den USA und Japan. rtr

EU will Kohlebergwerke stilllegen

Brüssel - Unrentable Kohlebergwerke sollen in Europa nach einem Vorschlag der EU-Kommission bis Oktober 2014 stillgelegt werden. Danach könnten staatliche Beihilfen für die Betriebe nur noch gewährt werden, wenn ein Stilllegungsplan vorgelegt werde, erklärte die EU- Kommission am Dienstag in Brüssel. Die Verordnung betreffe ausschließlich Steinkohle – für Braunkohle seien Betriebsbeihilfen bereits verboten. Betroffen davon sind Kohlebergwerke in Deutschland, Spanien und Rumänien. Die Subventionen für den deutschen Steinkohlebergbau sollen im Jahr 2018 vollständig eingestellt werden. rtr

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