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China warnt vor neuer Rezession



Tokio - Angesichts der Schuldenkrise in Europa hat Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao vor einem erneuten Abschwung der Weltwirtschaft gewarnt. Zwar entwickle sich die globale Wirtschaft derzeit stabil und erhole sich allmählich. Dennoch gebe es viele Unsicherheiten, sagte Wen am Montag bei seinem Japanbesuch vor Unternehmensvertretern. Vor allem die Schuldenprobleme von Ländern wie Griechenland seien ein Risiko. Aber auch die hohe Arbeitslosigkeit in den USA und in anderen Staaten sei ein Grund zur Sorge. Daher halte er einen Ausstieg aus den nationalen Konjunkturprogrammen für verfrüht. rtr

Caymans liefern Steuerdaten aus

Berlin - Deutschland und die Cayman Islands haben ein Abkommen über den Informationsaustausch in Steuersachen unterzeichnet. Das berichtete das Bundesfinanzministerium am Montag. Das Abkommen gewährt deutschen Finanzbehörden Zugang zu Informationen, die zur Durchführung des deutschen Steuerrechts erforderlich sind. Dazu gehören beispielsweise Bankinformationen oder Informationen über Eigentumsrechte – unabhängig davon, ob bereits ein Steuerstrafverfahren eingeleitet wurde oder nur der Verdacht auf eine Steuerstraftat besteht. Die Inselgruppe in der Karibik gilt als Steuerparadies. mirs

OECD fordert Reform in Deutschland

Paris - Die hohen Sozialabgaben bremsen nach Einschätzung der OECD die Beschäftigung in Deutschland. Die Sozialsysteme sollten daher stärker über Steuern etwa auf Konsum und Grundbesitz finanziert werden, erklärte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag in Paris. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hatte am Montag eine größere Finanzierung der Renten über Steuern auf Kapitaleinkünfte angekündigt. „Deutschland ist im Vergleich zu anderen OECD- Staaten kein Hochsteuerland“, erklärt die OECD. Der Anteil aller Steuern und Abgaben an der Wirtschaftsleistung ist mit 36,4 Prozent nur durchschnittlich. Jedoch wird der Faktor Arbeit mehr belastet, nämlich um 51 Prozent statt 36,4 Prozent im OECD-Mittel. dpa

Frauen holen bei Löhnen nicht auf Wiesbaden - Frauen haben im vergangenen Jahr in Deutschland bei den Einkommen nicht nennenswert aufgeholt. Sie verdienten wie in den Vorjahren 23 Prozent weniger Geld in der Stunde als ihre männlichen Kollegen, wie das Statistische Bundesamt am Montag berichtete. Der durchschnittliche Bruttostundenlohn der Frauen lag bei 14,90 Euro, während die Männer 19,40 Euro erzielten. In Ostdeutschland ist der Lohnabstand mit sechs Prozent deutlich geringer. dpa

Sparkassen retten Nospa

Frankfurt am Main - Zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren müssen alle deutschen Sparkassen ein Institut aus ihren eigenen Reihen retten. Die Banken greifen der angeschlagenen Nord-Ostsee Sparkasse (Nospa) unter die Arme und unterstützen sie bei ihrer Sanierung, wie der Sparkassen-Spitzenverband DSGV am Montag mitteilte. Noch streiten die Institute allerdings mit den Eigentümern der Nospa über die Lastenverteilung. Die Nospa gehört zehn Kreisen und Kommunen. Die Bank war durch die Übernahme der kriselnden Flensburger Sparkasse in Bedrängnis gekommen. rtr

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