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Übergabe von Karstadt wackelt

Essen - Die an diesem Freitag geplante Übergabe der Warenhauskette Karstadt an den Investor Nicolas Berggruen ist weiter in Gefahr. Nach der angekündigten Rücknahme der Beschwerde des Bocholter Geschenkartikelherstellers Gilde gegen den Insolvenzplan blieb der Widerspruch des britischen Unternehmens Dawnay Day bestehen. „Damit Karstadt Ende dieser Woche vollständig aus der Insolvenz entlassen werden kann, müssten jedoch die beiden Gläubiger ihre Beschwerden zurücknehmen“, schrieb Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg an die Mitarbeiter. Der Rechtsstreit könne sich noch wochenlang hinziehen. dpa

China zählt die meisten Milliardäre Peking - Mit einem geschätzten Vermögen von umgerechnet knapp 9,2 Milliarden Euro ist der Getränkehersteller Zong Qinghou Chinas reichster Mann. Der Chef des Marktführers Wahaha ließ nach einer am Mittwoch veröffentlichten Liste der Superreichen Vorjahressieger Wang Chuanfu weit hinter sich, der mit 2,6 Milliarden Euro auf dem zwölften Platz landete. Insgesamt soll es in China 400 bis 500 Dollar-Milliardäre geben. Der Herausgeber der Liste erklärte, China zähle jetzt weltweit die meisten Milliardäre.rtr

Banken brauchen 90 Milliarden Euro

Frankfurt am Main - Der Kapitalbedarf der deutschen Banken in Folge der neuen Eigenkapitalregeln soll sich auf rund 90 Milliarden Euro belaufen. Eine entsprechende Summe für das Gros der Institute – mit Ausnahme einiger Regionalbanken – habe die Bundesbank in einer vertraulichen Studie errechnet, sagten mehrere mit den Zahlen vertraute Personen. Allein die zehn größten Häuser müssten sich in den kommenden Jahren 50 Milliarden Euro zusätzliches Eigenkapital besorgen. Die schärferen Regeln sollen ab 2013 schrittweise eingeführt werden. In Deutschland gelten besonders einige Landesbanken als kapitalschwach. rtr

Merkel will Chinesen regulieren

Berlin - In der EU bahnt sich eine Debatte über Chinas Zugang zum Binnenmarkt an. Bundeskanzlerin Angela Merkel schlug am Mittwoch vor, den Zugang chinesischer Firmen zu öffentlichen Aufträgen in der EU an Bedingungen zu knüpfen. Nachdem chinesische Firmen den Auftrag für den Bau einer Autobahn in Polen erhalten hatten, sagte Merkel, „im Prinzip“ sei das zwar in Ordnung. Allerdings müsse sich China dann auch an die Regeln der Welthandelsorganisation WTO halten, betonte Merkel. „China sollte das WTO-Zusatzabkommen zur öffentlichen Auftragsvergabe unterzeichnen.“ Merkel sagte, sie habe bereits beim letzten Europäischen Rat in Brüssel vorgeschlagen, die Unterzeichnung des Zusatzabkommens zur Bedingung für den Zugang zu öffentlichen Aufträgen zu machen. Die europäische Wirtschaft beklagt seit längerem, dass Firmen bei öffentlichen Aufträgen in China benachteiligt würden, umgekehrt sei dies nicht der Fall. rtr

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