NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Viel mehr Öl im Irak

Bagdad - Der Irak hat viel größere Erdölvorkommen als bislang bekannt. Öl-Minister Hussein al Schahristani sagte am Montag, auf den irakischen Ölfeldern lagerten nach neuesten Schätzungen insgesamt mindestens 143,1 Milliarden Barrel Öl. Das sind 24 Prozent mehr als bisher vermutet. Damit überholt der Irak in der Rangfolge der Erdöl-Staaten den Iran und rückt von Platz fünf auf Platz vier auf – hinter Saudi-Arabien, Venezuela und Kanada. Berücksichtigt man nur das Öl, welches ohne aufwendige Technik gefördert werden kann, dann liegt der Irak sogar auf Platz zwei. Nach Angaben des Öl-Ministers geht der Anstieg der Reserven vor allem auf Untersuchungen internationaler Konzerne zurück. dpa

Tourismusbranche will Entlastungen

Berlin – Klaus Laepple, Präsident des Bundesverbandes der Tourismuswirtschaft, hat an die Bundesregierung appelliert, die vorsichtige wirtschaftliche Erholung in seiner Branche nicht durch „unverhältnismäßige Belastungen infrage zu stellen“. Konkret forderte er auf dem am Montag im Berliner Hotel Adlon eröffneten 14. Tourismusgipfel mit 500 Teilnehmern den Verzicht auf die Luftverkehrssteuer des Bundes und die Bettensteuer, die zahlreiche Städte anstreben. kph

Leterme fordert Finanzmarktsteuer

Brüssel - Auf dem Gipfeltreffen der Europäischen Union und Asiens ist der Ruf nach einer Finanzmarktsteuer laut geworden. Der belgische Ministerpräsident und Gastgeber Yves Leterme forderte am Montag in Brüssel ein klares Bekenntnis der 46 ASEM-Staaten für diese Abgabe. „Wenn Asien und Europa die Idee annähmen, wäre es ein bedeutender Sprung hin zu ihrer weltweiten Anerkennung“, sagte Leterme. Zentrale Themen des Gipfels sind die Folgen der Finanzkrise, Umweltschutz und Entwicklungshilfe. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äußerte die Hoffnung auf „weiterführende Diskussionen zu einem nachhaltigen Wachstum und mehr Arbeitsplätzen“. AFP

Schweizer Banken trifft es hart

Zürich - Schweizer Großbanken sollen sich für eine erneute Finanzkrise deutlich stärker wappnen als andere Institute. Damit der Staat sie wegen ihrer schieren Größe nicht mehr stützen muss, werden sie zwar nicht zerschlagen, sollen aber eine höhere Eigenkapitalquote halten als etwa bei den neuen Basel-III-Regeln vorgesehen. Das sieht die Schweizer Expertenkommission vor, die am Montag ihren Abschlussbericht vorlegte. In der Schweiz gelten derzeit die Großbanken UBS und Credit Suisse als systemrelevante Unternehmen. Sie sollen künftig ihre Aktiva mit 19 Prozent Eigenmitteln absichern, schlägt die Kommission vor. Basel III sieht nur 10,5 Prozent vor. dpa

US-Industrie schwächelt

Washington - Die Auftragslage der US-Industrie hat sich im August stärker verschlechtert als erwartet. Die Bestellungen seien im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent gesunken nach einem revidierten Plus von 0,5 Prozent im Juli, teilte das Handelsministerium in Washington am Montag mit. Analysten hatten für August mit einem Minus von 0,4 Prozent gerechnet. Wichtigster Grund für den Rückgang war ein kräftiges Minus bei Transport-Aufträgen, die üblicherweise stark schwanken. Deutlich nach unten ging es bei den Flugzeug-Bestellungen, die um 40 Prozent einbrachen. rtr

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben