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Pflegebranche: Mehr Leiharbeit,

weniger feste Stellen

Eine Studie des Instituts für Arbeit und Technik (IAT) in Gelsenkirchen zeigt eine rasante Zunahme der Leiharbeit in der Pflege. Noch sei die Zahl mit rund 19 000 Pflegekräften, gemessen an den insgesamt rund 1,3 Millionen Pflegekräften, relativ gering. Doch laut IAT haben Einrichtungen im Gesundheitswesen in den vergangenen Jahren Tausende feste Arbeitsplätze abgebaut und Ausbildungsmöglichkeiten eingeschränkt. Allein die Allgemeinkrankenhäuser hätten zwischen dem Jahr 1996 und 2006 rund 46 000 Pflege-Vollzeitstellen gestrichen – obwohl der Arbeitsaufwand und das Patientenaufkommen gestiegen sei. epd

Deutsche Pendler brauchen

21 Minuten zum Arbeitsplatz

Berufspendler haben hierzulande vergleichsweise kurze Wege: 21 Minuten benötigen Arbeitnehmer in Deutschland durchschnittlich für den einfachen Weg zur Arbeit. Im internationalen Vergleich sind nur die US-Amerikaner und Kanadier mit jeweils 16 Minuten noch schneller am Ziel. Die Pendelweltmeister leben in China und Japan: Ein Drittel der dortigen Arbeitnehmer benötigt pro Weg 90 Minuten. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage der Firma Regus unter 15 000 Beschäftigten in 75 Ländern. Im weltweiten Durchschnitt liegt der Arbeitsplatz 25 Minuten von der Wohnstätte entfernt. In fast allen Nationen machen sich die Arbeitnehmer am liebsten per Auto auf den Weg: In Deutschland entspreche der Anteil der Pkw-Pendler mit 65 Prozent fast genau dem internationalen Mittel, teilte Regus mit. dpa

Handwerker scheiden oft

vorzeitig aus Berufsleben aus

Handwerker scheiden oft in jüngeren Jahren aus dem Berufsleben aus als andere Beschäftigte. Das zeigt eine Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen. Demnach können Beschäftigte etwa in Bauberufen überdurchschnittlich häufig ihren Job ab dem 60. Lebensjahr nicht mehr ausüben. Manager, Ärzte und Richter arbeiten dagegen meist bis 65. Auch in Berufen wie Werkzeugmacher, Elektriker oder Mechaniker scheiden Beschäftigte oft schon ab einem Alter von 55 Jahren aus ihrem Beruf aus, erläutert IAQ-Forscher Martin Brussig. dpa

Studie: Technische Berufe kommen in TV-Serien kaum vor

Einer aktuellen Studie zufolge kommen Berufe aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technologie (MINT) in deutschen TV-Filmen, Serien oder Soaps kaum vor. Schauspieler schlüpften nur in 3,7 Prozent der Fälle in eine solche Rolle, eine Person mit einem rein technischen Beruf verkörperten sogar nur 2 Prozent, berichtete jüngst das Münchner Magazin „Focus“. Forscher der Technischen Universität Berlin hatten im Oktober 2009 Sendungen von ARD, ZDF, RTL, ProSieben und SAT1 analysiert. Besonders rar seien die Rollenvorbilder für Frauen in technischen Berufen mit 0,5 Prozent und in den Naturwissenschaften mit 0,7 Prozent. kna

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