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Politik deckelt Managergehälter

Berlin - Die Finanzexperten von Union und FDP haben sich mit Finanzminister Wolfgang Schäuble nach Angaben aus Koalitionskreisen auf eine Beschränkung der Gehälter und Boni von Managern staatlich gestützter Banken geeinigt. Neben den Vorstandsmitgliedern sollen auch andere Mitarbeiter mit außertariflichen Verträgen maximal 500 000 Euro im Jahr verdienen dürfen. Bisher gilt das Limit nur für Bankvorstände. Banken, an denen der Bund mindestens 75 Prozent hält, wie die voll verstaatlichte Hypo Real Estate, sollen zudem keinerlei Boni ausschütten dürfen. rtr

Exportfirmen fehlen Fachkräfte

Berlin - Fast ein Fünftel der deutschen Exportunternehmen leidet einer Studie zufolge unter einem Mangel an Fachkräften. 18 Prozent der Firmen mit einem hohen Exportanteil hätten Schwierigkeiten, ausreichend ausgebildete Techniker zu finden, stellte das Institut der deutschen Wirtschaft Köln am Montag als Ergebnis einer Erhebung fest, für die es im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums 1800 Unternehmen befragt hatte. Jede zehnte Firma aus dem Bereich finde nicht genügend Informatiker. Als Hauptgrund für die Engpässe geben die Unternehmen zu fast 88 Prozent eine fehlende Qualifikation der Bewerber an.rtr

IG METALL]Eon Edis muss Millionenstrafe zahlen

Fürstenwalde/Bonn - Im Streit über Behinderungen beim Wechsel zu anderen Stromanbietern ist dem Unternehmen Eon Edis erneut eine drastische Geldstrafe auferlegt worden. Da Mängel nicht vollständig abgestellt seien, sei das Unternehmen am 20. Oktober aufgefordert worden, ein Zwangsgeld in Höhe von 1,3 Millionen Euro zu zahlen, sagte der Sprecher der Bundesnetzagentur in Bonn am Montag. Zuletzt hatte Eon Edis bereits 650 000 Euro gezahlt, gleichzeitig aber Beschwerde eingelegt. Der regionale Stromanbieter hat nun eine Frist bis zum 20. Januar 2011, ansonsten droht erneut eine Strafe von 1,3 Millionen Euro. Eon Edis wehrt sich gegen den Vorwurf, räumte aber Probleme bei der Bearbeitung von Wechselanträgen ein. dpa

Weber fordert höhere Zinsen

Stuttgart - Bundesbank-Präsident Axel Weber macht sich für schnelle Zinserhöhungen nach der Wirtschaftskrise stark. „Die Zinsen dürfen nicht zu lange zu niedrig bleiben“, sagte Weber am Montag. Der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) liegt seit Mai 2009 bei einem Prozent und damit so niedrig wie nie zuvor. Die EZB hatte den Schlüsselzins für die Geldversorgung der Banken in der Krise gesenkt, um die Wirtschaft ausreichend mit Geld zu versorgen. Für die zweite Jahreshälfte erwartet Weber ein geringeres Wirtschaftswachstum – im Sommer und Herbst seien jeweils noch gut 0,5 Prozent zu erwarten. Fürs Gesamtjahr 2010 rechnet die Bundesbank mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von „mehr als drei Prozent“. rtr

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