NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Auch Audi zieht Lohnerhöhung vor

München - Die Volkswagen-Tochter Audi zahlt ihren Mitarbeiter früher als geplant höhere Tarifgehälter. Die Löhne würden bereits im Februar angehoben, teilte Audi am Freitag mit. Eigentlich wäre die Erhöhung um 2,7 Prozent für die 45 000 Mitarbeiter in Ingolstadt und Neckarsulm nach dem gültigen Tarifvertrag erst im April fällig gewesen. Audi folgt damit dem Beispiel des Bosch-Konzerns, der ebenfalls die Gehälter vorzeitig aufstockt. rtr

Der „Grüne Punkt“ wird verkauft

Frankfurt am Main - Der Verpackungsmüllentsorger Duales System Deutschland (DSD) steht nach sechs Jahren wieder zum Verkauf. Der Prozess laufe bereits, sagten mehrere mit dem Vorhaben vertraute Personen am Freitag. Der Finanzinvestor KKR hatte das als „Grüner Punkt“ bekannte System 2004 für 260 Millionen Euro übernommen und die vormalige Selbsthilfeorganisation von Industrie und Handel zu einem auf Profit ausgerichteten Unternehmen umgebaut. KKR und DSD wollten sich zu den Plänen nicht äußern. rtr

AIG-Tochter brilliert an der Börse

Hongkong - Der in der Finanzkrise fast kollabierte US-Versicherer AIG hat mit seiner Asien-Tochter AIA ein fulminantes Börsendebüt hingelegt. Die AIA-Aktie schoss an ihrem ersten Handelstag in Hongkong am Freitag 17 Prozent in die Höhe. Der staatlich gestützte US-Konzern nahm bei dem Verkauf knapp 18 Milliarden Dollar ein. Die Summe könnte bei Ausübung aller Mehrzuteilungsoptionen auf bis zu 20,5 Milliarden Dollar steigen, womit der Börsengang zum bislang drittgrößten weltweit werden würde. Mit dem Erlös kann sich AIG nun allmählich aus der staatlichen Obhut befreien. Der einst weltgrößte Versicherer ist seit der Beinahe-Pleite in der Finanzkrise zu 80 Prozent in Staatsbesitz. rtr

Deutsche sparen im Aufschwung

Frankfurt am Main - Die Deutschen sparen im Aufschwung wieder mehr. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres legten sie stolze 93,1 Milliarden Euro auf die hohe Kante, wie das Statistische Bundesamt am Freitag zum Weltspartag berichtete. Das waren im Schnitt 190 Euro pro Monat und Bürger, zehn Euro mehr als in der ersten Hälfte des Krisenjahrs 2009. Die Sparquote stieg damit innerhalb eines Jahres um 0,3 Punkte auf 11,5 Prozent. Im Schnitt hat jeder Deutsche fast 52 500 Euro auf der hohen Kante, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) errechnet hat. Die hohe Sparquote werde allerdings durch die Vermögenden verzerrt. Viele Bürger seien gar nicht in der Lage, etwas beiseitezulegen. dpa



Siemens siegt gegen Alstom

London - Der Auftrag für den Bau von zehn Eurostar-Zügen an Siemens ist einem Londoner Gericht zufolge rechtens. Der High Court hat am Freitag einen Antrag des französischen Konkurrenten Alstom auf eine einstweilige Verfügung abgelehnt. Damit kann der Vertrag zwischen Eurostar und Siemens über 600 Millionen Euro unterzeichnet werden. Bisher bauten die Franzosen die Eurostar-Züge – sie hatten moniert, die Siemens-Züge seien nicht sicher genug. dpa

Gericht stärkt homosexuelle Beamte

Leipzig - Das Bundesverwaltungsgericht hat die Rechte homosexueller Beamter gestärkt. Wie am Freitag in Leipzig mitgeteilt wurde, haben Beamte, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, seit Juli 2009 Anspruch auf den sogenannten Ehegattenzuschlag. Ebenso bejahten die Bundesverwaltungsrichter die Frage, ob dem hinterbliebenen Partner Anspruch auf die beamtenrechtliche Hinterbliebenenversorgung zusteht. Des weiteren urteilten die Richter, dass den Partnern in Zeiten einer Tätigkeit im Ausland bestimmte Aufwandsentschädigungen in gleicher Weise zustehen wie Verheirateten. dapd

WWF rät von Thunfisch ab

Hamburg - Viele Fischarten sind unter Umweltgesichtspunkten nicht zu empfehlen: In einem Vergleich von handelsüblichen Fischarten hätten 29 Sorten als ökologisch bedenklich abgeschnitten, teilte die Umweltorganisation WWF am Freitag in Hamburg mit. Eine gute Wahl seien Hering und Seelachs aus dem Nordostatlantik, Dorsch aus der Ostsee sowie Lachs und Forelle aus Biozucht. Auf Rotbarsch, Dorade aus dem Mittelmeer, Pangasius und Thunfisch sollte verzichtet werden. AFP

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