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Bahn-Chef erwartet gute Zahlen

Berlin - Bahn-Chef Rüdiger Grube hat sich zuversichtlich zur wirtschaftlichen Entwicklung der Deutschen Bahn geäußert. „Ende des Jahres wird die Bahn, gemessen am Umsatz, fast wieder auf dem Stand von vor der Krise sein“, sagte er im Gespräch mit der Wochenzeitung „Die Zeit“. Im Personenverkehr erwarte er sogar eine Steigerung. Auch das Logistikgeschäft, in dem die Bahn zwischenzeitlich drei Milliarden Euro an Umsatz verloren hatte, entwickele sich positiv. „Das werden wir Ende dieses Jahres aufgeholt haben“, so Grube. Im Schienengüterverkehr sei man davon aber noch entfernt. „Da schreiben wir zwar wieder schwarze Zahlen, werden aber in Deutschland frühestens 2012 das Vorkrisenniveau erreichen.“ Der Güterverkehr war im ersten Halbjahr 2009 um ein Viertel eingebrochen, mehr als 10 000 Mitarbeiter waren vorübergehend in Kurzarbeit. Tsp

Razzia bei Sicherheitsfirma Prevent Hamburg - Im Zusammenhang mit den Affären der HSH Nordbank hat die Hamburger Staatsanwaltschaft am Mittwoch Wohnungen und Büros von Mitarbeitern der Sicherheitsfirma Prevent durchsucht. Nach Informationen der „Financial Times Deutschland wurden darüber hinaus auch die Büros des Anwaltsbüros Erbe in Potsdam und München von den Ermittlern aufgesucht. Rund 50 Polizisten und vier Staatsanwälte waren in Hamburg, München und Mainz im Einsatz, sagte der Sprecher der Behörde. Bereits im Oktober hatte die Kieler Staatsanwaltschaft Prevent-Büros durchsucht, allerdings wegen eines anderen Ermittlungsverfahrens. Zwei Mitarbeiter von Prevent stehen unter dem Verdacht, gemeinsam dem früheren Leiter der New Yorker Filiale der HSH Nordbank eine Verbindung zu Kinderpornos untergeschoben zu haben, damit die Bank ihn entlassen kann. Prevent hatte diesen Vorwurf zurückgewiesen. Bei den Beschuldigten soll es sich um den Unternehmensgründer und früheren Chef des Unternehmens, Thorsten Mehles, sowie um Vorstand Peter Wiedemann handeln. dpa

Kunde darf Wasserbett umtauschen

Karlsruhe - Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Rechte von Käufern im Internet gestärkt. Die Anbieter müssten ihre Waren zurücknehmen und das Geld erstatten, selbst wenn diese durch das Ausprobieren wertlos geworden seien, urteilten die Richter am Mittwoch in Karlsruhe (Az.: VIII ZR 337/09). Verhandelt wurde über den Sonderfall Wasserbett, das bereits mit dem ersten Befüllen seinen Verkaufswert verliert. Trotzdem gilt für die Richter auch in diesem Fall das Widerrufsrecht. Der Kunde müsse die Möglichkeit haben, das Bett zu testen. Wenn er es online kaufe, bleibe ihm nichts anderes übrig, als es zu füllen.dpa

Continental hebt Prognose an

Hamburg - Der Zulieferer Continental kommt mit dem Rückenwind der starken Autokonjunktur seiner früheren Gewinnkraft näher. Weil die Geschäfte vor allem dank der hohen Nachfrage aus Asien in den ersten neun Monaten unerwartet gut liefen, schraubte der Konzern aus Hannover am Mittwoch die Geschäftsziele zum zweiten Mal in diesem Jahr hoch. Der Vorstand erwartet nun einen Umsatz von mehr als 25 Milliarden Euro – ein Viertel mehr als im vergangenen Jahr und zwei Milliarden mehr als bisher in Aussicht gestellt. Die bereinigte Umsatzrendite soll auf rund neun Prozent klettert. Damit knüpft Conti an Zeiten vor Ausbruch der Krise an: Mitte 2008 lag die Rendite bei 8,6 Prozent. rtr

US-Filmstudio MGM ist pleite

New York/Los Angeles - Das legendäre Hollywood-Studio MGM ist unter seiner Schuldenlast zusammengebrochen. Am Mittwoch beantragte Metro-GoldwynMayer vor einem Gericht in Manhattan die Insolvenz. Nach den Hoffnungen der Studiobosse soll dies jedoch nicht das Ende bedeuteten, sondern den Weg für einen Neuanfang freimachen. Unter dem Schutz des US-Insolvenzrechts will sich MGM vor allem seiner rund vier Milliarden Dollar hohen Schulden entledigen. Den Schritt hatten die Gläubiger selbst erst vor wenigen Tagen abgenickt. Ein alternatives Übernahmeangebot des Filmstudios Lions Gate hatte MGM ausgeschlagen. Aus dem Hause MGM stammen unter anderen die „JamesBond“-Filme. dpa

McDonald's- Manager geht zu Accor

Paris - Der Europa-Chef von McDonald's, Denis Hennequin, wechselt an die Spitze des französischen Hotelkonzerns Accor. Der 52-Jährige übernimmt zum 1. Dezember die Geschäfte von Gilles Pélisson. Grund für dessen Ablösung seien Meinungsverschiedenheiten über die strategische Ausrichtung des Unternehmens, teilte der Verwaltungsrat des größten europäischen Hotelkonzerns am Mittwoch mit. Nach der abgeschlossenen Abspaltung des Dienstleistungsgeschäfts bewege sich Accor in eine neue Entwicklungsphase. dpa

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