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Hoher Zins für Portugal-Anleihen



Lissabon - Das hoch verschuldete und strukturschwache Portugal muss für seine Schulden immer tiefer in die Tasche greifen. Trotz des jüngst vom Parlament in Lissabon verabschiedeten rigiden Sparhaushalts hat das Euro-Land am Mittwoch nur zu Rekordzinsen frische Geldmittel bekommen. Insgesamt wurden am Kapitalmarkt Staatsanleihen im Wert von 1,242 Milliarden Euro untergebracht. Für die kürzer laufenden Papiere muss Portugal 6,156 Prozent Zinsen zahlen. Am Markt liegt die Rendite derzeit bei 6,19 Prozent. Allerdings verlangten die Anleihekäufer noch im August lediglich 4,371 Prozent. Die Auktion galt als Stimmungstest. Zuletzt haben die Risikoaufschläge für Papiere finanzschwacher Euro-Länder wieder stark angezogen. dpa

VW kauft Porsche-Vertrieb

Hamburg - Volkswagen schafft weitere Fakten für ein Zusammengehen mit Porsche. Europas größter Autokonzern kündigte am Mittwoch an, die Vertriebsgesellschaft Porsche Holding Salzburg (PHS) für 3,3 Milliarden Euro von den Familien Porsche und Piëch zu kaufen. Die Transaktion solle im Laufe des ersten Halbjahres 2011 über die Bühne gehen, spätestens aber bis zum 30. September. Mit einem Teil des Erlöses wollen die Porsche-Eigner die für Anfang nächsten Jahres geplante Kapitalerhöhung finanzieren, mit der die Porsche SE weiter entschuldet werden soll. Die Weichen dafür wollen die Aktionäre am 30. November stellen. rtr

Sechs Prozent mehr Lohn gefordert

Berlin - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will für die 175 000 Arbeitnehmer bei Versicherungen sechs Prozent mehr Geld. Wegen des „drastischen Strukturwandels“ bei den Versicherungen will die Gewerkschaft auch Beschäftigungssicherung und Gesundheitsschutz in den Verhandlungen vereinbaren. Allerdings müssen sich die Versicherungsangestellten gedulden: Der Tarifpoker beginnt erst im März nächsten Jahres. Tsp

Brüderle stellt Bedingungen

Berlin - Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle rechnet nicht mit einer raschen Einigung der Koalition auf eine Reform der Gemeindefinanzen. Die Diskussion zwischen Union und den Freien Demokraten sei nicht einfach, sagte der FDP-Politiker der Wochenzeitung „Die Zeit“ zur Begründung. Brüderle machte klar, dass er einer kommunalen Einkommensteuer nur bei Abschaffung der Gewerbesteuer zustimmen werde. Ein Zuschlag auf die Einkommensteuer sei mit der FDP nur möglich, wenn im Gegenzug die Gewerbesteuer falle. Einer Lösung, bei der die Steuer bestehen bleibe, würde er nicht zustimmen. rtr

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