NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

RWE erhöht die Preise



Essen - Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern RWE verdient weiter gut, will aber trotzdem sparen. RWE erwartet bis 2016 jährlich 600 bis 700 Millionen Euro zusätzlicher Lasten aus der Brennelemente-Besteuerung und befürchtet Gewinneinbußen, wie das Unternehmen bei der Vorstellung der Neun-Monatszahlen am Donnerstag erklärte. Ein effektives Plus durch die Laufzeitverlängerung für die Atommeiler sieht RWE erst ab 2020. „Es kommen schwierige Zeiten auf uns zu“, erklärte RWE-Chef Jürgen Großmann schriftlich. Der 58-Jährige erholt sich zurzeit von einem Eingriff wegen Herzkammerflimmerns. Zum Jahreswechsel erhöht RWE außerdem die Preise. Die Erhöhung geht auf steigende Abgaben für Ökostrom zurück. RWE will aber nur rund die Hälfte der 1,8 Cent weiterreichen, um die der Preis pro Kilowattstunde wegen der Ökoumlage steigt. Konkurrent Eon will die Umlage zunächst gar nicht weiterreichen. EnBW und Vattenfall erhöhen aber ebenfalls. dpa

Management kauft „Grünen Punkt“

Köln - Das Duale System Deutschland (DSD) mit seinem Markenzeichen „Grüner Punkt“ wird vom eigenen Management übernommen. Eine Vereinbarung über den Kauf vom US-Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) sei unterzeichnet worden, teilte das DSD am Donnerstag mit. Das Bundeskartellamt muss dem Verkauf noch zustimmen. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Der Finanzinvestor KKR hatte das DSD im Jahr 2005 für 260 Millionen Euro übernommen und die vorherige Non-Profit-Organisation zu einem privatwirtschaftlichen Unternehmen umgebaut. Eigentlich war auch ein Börsengang geplant, dazu kam es aber nicht. dpa

Oetker verkauft Joghurtgeschäft

Bielefeld - Der Lebensmittelkonzern Dr. Oetker verkauft sein Joghurtgeschäft an den Schweizer Molkereikonzern Emmi. Wie Firmenchef Richard Oetker am Donnerstag mitteilte, will Emmi die Oetker-Joghurt-Marke Onken zu Beginn des nächsten Jahres übernehmen. Die Produkte sollen aber weiter unter dem Namen Onken verkauft und auch im Oetker-Werk in Moers produziert werden. Der Verkauf soll zu Beginn des nächsten Jahres vollzogen werden. Über den Verkaufspreis vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Oetker will sich nach eigenen Angaben künftig weiter auf Desserts spezialisieren. AFP

Stada rutscht in die roten Zahlen

Bad Vilbel - Massive Schwierigkeiten auf dem serbischen Markt haben den Pharmahersteller Stada im Sommer in die roten Zahlen gedrückt. Das Unternehmen machte im dritten Quartal unter dem Strich einen Verlust von 11,2 Millionen Euro nach einem Gewinn von 23,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Stada bezifferte am Donnerstag die einmalig zu verkraftenden Sondereffekte auf 63,1 Millionen Euro. Sie seien entstanden, weil serbische Großhändler in Zahlungsschwierigkeiten geraten waren. Ohne die Effekte lägen alle Ertragszahlen über den Vergleichswerten aus dem Vorjahr, versicherte der drittgrößte deutsche Hersteller von Nachahmermedikamenten. In den ersten neun Monaten des Jahres hat Stada noch 38,8 Millionen Euro (Vorjahr: 71,5 Mio) verdient.dpa

Umzug ist kein Kündigungsgrund

Karlsruhe - DSL-Kunden können bei einem Umzug in ein Gebiet ohne Breitband-Internet einen bestehenden DSL-Vertrag nicht vorzeitig kündigen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Donnerstag entschieden. (Az.: III ZR 57/10) Ein Kunde, der einen längerfristigen Vertrag über eine Dienstleistung abschließe, trage grundsätzlich das Risiko dafür, dass er diese nicht mehr nutzen könne, weil er seine persönlichen Verhältnisse ändere. So sei auch ein Umzug aus beruflichen oder familiären Gründen kein ausreichender Grund für eine Kündigung. dpa

Daimler kappt Beziehungen zum Iran

Stuttgart - Mit dem Autobauer Daimler kappt ab sofort ein weiterer deutscher Großkonzern seine Geschäftsbeziehungen mit dem Iran. Daimler-Chef Dieter Zetsche sagte am Donnerstag, selbstverständlich bewegten sich die Geschäfte mit dem Regime seit jeher im gesetzlichen Rahmen. Trotzdem habe man sie im Lichte der jüngsten politischen Entwicklung nochmals überprüft. „Im Ergebnis haben wir unsere Geschäfte mit dem Iran vollständig ausgesetzt.“ Hintergrund ist der Streit um das iranische Atomprogramm. Das Unternehmen trennt sich von der 30-prozentigen Beteiligung an dem Dieselmotoren-Hersteller Iranian Diesel Engine Manufacturing.DAIMLER AG] dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar