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Umfrage: Die meisten

Mieter tolerieren Kinderlärm



Kinderlärm ist kein Grund zur Mietminderung, das stellen deutsche Gerichte regelmäßig fest. Und: 86 Prozent aller Deutschen tolerieren ihn auch. Das ergab eine Umfrage des Portals Immowelt.de. Demnach meinen 22 Prozent, Kinder müssten sich auch mal austoben. 64 Prozent geben zwar zu, dass Kinderlärm sie mitunter stört. Eine Mietminderung halten sie dennoch für unangemessen. Anderer Meinung sind dagegen Besserverdienende, Kinderlose und Rentner: 19 Prozent der Deutschen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von über 4000 Euro halten die rechtliche Regelung für nicht gerechtfertigt. Kinderlose Haushalte schließen sich dieser Ansicht zu 18 Prozent an, Rentner zu 17 Prozent. Von den 14 Prozent, die eine Mietminderung befürworten, vertreten zehn Prozent die Meinung, dass das geltende Recht die anderen Parteien im Haus benachteilige. Noch krasser urteilen vier Prozent: Sie meinen, die Rechtsgrundlage sei ein „Freifahrtschein für faule Eltern“. wid

Heizung: Auch nachts muss

sie mindestens 18 Grad bringen

Die Heizungsanlage muss in einem Mietshaus so eingestellt sein, dass sie auch nachts für mindestens 18 Grad sorgt, weiß Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund in Berlin. Grundsätzlich müssten in Wohnungen zwischen 20 und 22 Grad erreicht werden können; das seien aber nur Orientierungspunkte. Nachts werde die Leistung der Anlage meist abgesenkt. Gerade wenn ältere Menschen im Haus wohnten, sei es aber sinnvoll, dass es trotzdem wärmer bleibe. In den meisten Mietverträgen seien Heizperioden festgeschrieben: Der Vermieter stellt in der Regel Anfang Oktober die Heizung an und im April wieder ab. Fällt die Heizung aus oder bringt sie nicht die geforderte Leistung, sollten Mieter den Vermieter oder die Hausverwaltung informieren. Diese müssten dann dafür sorgen, dass die Anlage wieder anspringt. Solange das nicht der Fall ist, darf man die Miete mindern. Der Umfang der Kürzung bemisst sich danach, wie kalt es draußen ist: Herrschen in der Wohnung nur noch 15 Grad, dürfen Mieter die Zahlungen deutlich mindern, laut Ropertz je nach Wetterlage um 50 bis 70 Prozent. Entscheidend sei aber der Einzelfall. dpa

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