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Ein-Euro-Job führt nicht schneller zum regulären Job



Ein-Euro-Jobs bringen Langzeitarbeitslose laut einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) nicht schneller in reguläre Beschäftigung. Hartz IV-Empfänger, die einen dieser Jobs annehmen, erreichten nach einem Jahr sogar seltener eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als vergleichbare Langzeitarbeitslose ohne Ein-Euro-Job. Für die Untersuchung wertete das ZEW die Erwerbsverläufe von 160 000 Arbeitslosengeld-II-Empfängern aus. Ein-Euro-Jobs sind derzeit das am häufigsten eingesetzte Mittel, um Langzeitarbeitslose in Arbeit zu bringen. Sie sollen ihre Beschäftigungsfähigkeit steigern und die Chancen auf einen sozialversicherungspflichtigen Job erhöhen. Jährlich beginnen laut ZEW mehr als 750 000 Langzeitarbeitslose einen Ein-Euro-Job. dpa

Jeder zweite Personaler informiert sich im Internet über Bewerber

Rund jeder zweite Personaler (49 Prozent) informiert sich im Netz über Bewerber. Das hat eine repräsentative Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom in Berlin unter 1504 Geschäftsführern und Personalchefs ergeben. Firmen nutzen demnach vor allem Suchmaschinen, um sich ein Bild von Bewerbern zu machen: Fast die Hälfte (45) verwendet dazu etwa Google, Bing oder eine spezielle Personensuchmaschine. Ein Fünftel (21) stöbert in beruflichen Netzwerken wie Xing oder LinkedIn. Und ein Sechstel (17) sucht auch in eher privaten Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ. „Das Internet ist für Firmen eine wichtige zusätzliche Informationsquelle geworden, um sich ein Bild über einen potenziellen Mitarbeiter zu machen“, sagt Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. dpa

Immer mehr ältere Menschen

sind erwerbstätig

In Deutschland sind nach einer Studie der Bundesagentur für Arbeit (BA) immer mehr ältere Menschen erwerbstätig. Im März 2010 hatten demnach 7,26 Millionen Bürger zwischen 50 und 74 Jahren einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz. Zum Vergleich: Im Dezember 2000 waren es nur 5,44 Millionen. Die BA begründet den Anstieg unter anderem damit, dass immer weniger Jugendliche in die Jobs nachrückten. „Die Unternehmen halten mangels Nachwuchs gezwungenermaßen an den Älteren fest oder bauen ganz bewusst auf das Wissen der über 50-Jährigen“, sagte die Sprecherin. Zudem seien die Anreize zur Frühverrentung entfallen. dpa

Viele Betriebsräte beklagen Datenschutzmängel

Mitarbeiter werden heimlich gefilmt und Krankendaten gesammelt: Verstöße wie diese sind aus Sicht von Betriebsräten in Deutschland keine Seltenheit. Wie eine Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf ergeben hat, klagt jeder siebte Betriebsrat (14 Prozent) über Verstöße gegen Vorschriften zum Arbeitnehmer-Datenschutz in seinem Unternehmen. Für die Untersuchung wurden knapp 2000 Arbeitnehmervertreter im Frühjahr 2010 nach Verstößen innerhalb der vergangenen vier Jahre gefragt. Die Studie ist der Stiftung zufolge repräsentativ für Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten und einem Betriebsrat. Verstöße gegen den Datenschutz haben jüngst immer wieder für Schlagzeilen gesorgt: Neben Lidl und dem Daimler-Konzern waren unter anderem die Deutsche Bahn und die Deutsche Telekom wegen unzulässig gesammelter Daten in die Kritik geraten. dpa

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