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Der Niedriglohnsektor ist deutlich gewachsen



Der Niedriglohnsektor ist einer Untersuchung zufolge in den vergangenen 15 Jahren stark gewachsen. Derzeit verdienten in Deutschland 21 Prozent der Arbeitnehmer weniger als 9,06 Euro pro Stunde, erklärte das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in Düsseldorf. Dies seien weniger als zwei Drittel des mittleren Lohns. 1995 galten rund 15 Prozent der Beschäftigten als Geringverdiener. Parallel dazu gehe die Tarifbindung seit Jahren zurück. Im vergangenen Jahr seien nur 62 Prozent der Beschäftigten nach einem Tarifvertrag bezahlt worden, erklärten die Wissenschaftler der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Für deren Studie wurden 4751 tarifliche Vergütungsgruppen und die Höhe der Einstiegsvergütungen für 40 Branchen ausgewertet. epd

Weit mehr als jeder Dritte

lehnt pendeln zur Arbeit ab

Immer mehr Deutsche nehmen laut Statistischem Bundesamt eine längere Strecke zur Arbeit in Kauf. Die dadurch verlängerten Fahrzeiten gehen jedoch zu Lasten von Familie, Freunden und Hobbys. So lehnen einer Umfrage des Online-Karriereportals Monster.de zur Folge, 39 Prozent der befragten Deutschen das Pendeln auf Dauer ab. Dagegen nehmen 35 Prozent der Umfrageteilnehmer einen längeren Weg zur Arbeit in Kauf – ihnen macht das Pendeln nichts aus. 26 Prozent der befragten Deutschen empfinden lange Fahrtwege als anstrengend, haben aber keine andere Option. Die Schweizer sind vergleichsweise flexibler. Hier geben 47 Prozent der Befragten an, dass sie pendeln – und damit zufrieden sind. Tsp

Nach dem Kind: Die Paarbeziehung entscheidet über die Karriere

Ob beide Partner nach der Familiengründung weiter Karriere machen, hat nicht nur mit der Haltung von Arbeitgebern in Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zu tun. Eine größere Rolle als bisher angenommen spielt die Beziehung selbst. „Berufliche Karrieren von Frauen und Männern werden zum wesentlichen Teil innerhalb von Paarbeziehungen gemacht“, sagt die Soziologin Dagmar Müller vom Deutschen Jugendinstitut in München, die für ihre Untersuchung 40 Doppelkarriere-Paare befragt hat. epd

Beschäftigte trauen sich

kein längeres Arbeitsleben zu

Viele Arbeitnehmer glauben nicht daran, ihren Job bis zum Rentenalter ausüben zu können. 60 Prozent der Beschäftigten, die auf ihrer Arbeitsstelle körperlichen und psychischen Belastungen ausgesetzt sind, trauten sich ein langes Arbeitsleben nicht zu, wie die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf erklärte. Dies ist das Ergebnis mehrerer Umfragen und Studien, die Wissenschaftler im Auftrag der Stiftung auswerteten. Die Ergebnisse der Untersuchung können im Internet nachgelesen werden unter: www.boeckler.de. epd

Studien: Deutschland ist

für Top-Leute nicht attraktiv

Deutschland ist als Einwanderungsziel für Hochqualifizierte aus dem Ausland nicht mehr erste Wahl. Im Wettbewerb um die besten Köpfe in Europa liege Deutschland nur noch im Mittelfeld, heißt es in einer Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung in Gütersloh. Der Studie des Bundesinstituts zufolge verlor Deutschland zwischen 2005 und 2009 unter dem Strich jährlich etwa 1500 Führungskräfte und Wissenschaftler an die westlichen EU-Länder. dpa

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