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Erste Festnahme im Insiderskandal

Washington - Bei den Ermittlungen gegen US-Börsenhändler und Finanzmanager wegen massiven Insiderhandels hat es eine erste Festnahme gegeben. Der Chef eines Beratungsunternehmens in Kalifornien wurde am Mittwoch verhaftet, weil er verbotenerweise Hinweise über Technologiefirmen an von ihm betreute Hedgefonds verkauft haben soll. Sollten sich die erhobenen Vorwürfe gegen den festgenommene 56-jährige Don Chu bewahrheiten, drohen ihm fünf Jahre Haft und eine Geldstrafe von 250 000 Dollar. dpa

Thyssen-Chef soll in den Aufsichtsrat Essen - Der scheidende ThyssenKrupp-Chef Ekkehard Schulz soll in den Aufsichtsrat des Konzerns wechseln. Schulz solle von der Alfried-Krupp-vonBohlen-und-Halbach-Stiftung bei der am Freitag bevorstehenden Sitzung des Aufsichtsrats für das Kontrollgremium vorgeschlagen werden, berichteten Aufsichtsratskreise am Donnerstag. Der Manager solle als einfaches Mitglied in den Aufsichtsrat einziehen, hieß es. Ein Unternehmenssprecher wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren. Thyssen- Krupp erklärte ferner, beim Umbau der verlustreichen Edelstahlsparte auf Entlassungen verzichten zu wollen. dpa

48 Stunden sind genug

Luxemburg - Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg hat die wöchentliche Arbeitszeitgrenze von höchstens 48 Stunden bekräftigt. Wenn sie länger arbeiten müssen, haben Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst einen Schadenersatzanspruch sogar unmittelbar gegen den Staat, wie der EuGH am Donnerstag entschied. (Az: C-429/09) Nach EU-Recht darf die wöchentliche Arbeitszeit höchstens 48 Stunden betragen. Laut EuGH schließt dies auch Bereitschaftsdienste ein. Nur für Ärzte gibt es hier inzwischen bestimmte Ausnahmen. Geklagt hatte ein Feuerwehrmann aus Halle. Seine Arbeitszeit betrug laut Dienstplan 54 Stunden pro Woche. AFPWERK BENRATH]

Allianz will mehr Frauen im Vorstand

München - Die Allianz will in zehn Jahren im Vorstand ein Drittel Frauen haben. „Auf der Frauenseite sieht es schrecklich aus“, räumte Konzernchef Michael Diekmann am Donnerstag ein. Derzeit ist bei Europas größtem Versicherer keine einzige Frau im obersten Führungsgremium. In der ersten Ebene unterhalb des Vorstands gibt es 15 Prozent Frauen, in den ersten beiden Führungsebenen 30 Prozent. Bis 2015 soll ein Talentpool für die Besetzung von Führungspositionen zu 30 Prozent aus Frauen bestehen. rtr

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