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Kapitalerhöhung bei Porsche



Stuttgart/Brüssel - Porsche hat eine entscheidende Weiche auf dem Weg zur Verschmelzung mit VW gestellt. Die Aktionäre des Sportwagenbauers stimmten am Dienstag auf der Hauptversammlung in Stuttgart einer Kapitalerhöhung von fünf Milliarden Euro zu. Damit soll die drückende Schuldenlast der Porsche Holding SE verringert werden, die nach der gescheiterten Übernahme von Volkswagen angehäuft worden war. Die Kapitalerhöhung soll nach den Plänen des Managements bis Ende Mai 2011 umgesetzt werden. Unterdessen kann Volkswagen wie geplant große Teile des insolventen Automobilzulieferers Karmann übernehmen. Die EU-Kommission gab grünes Licht für die Pläne des Wolfsburger Autobauers, sich die Metallgruppe und die technische Entwicklung des Osnabrücker Traditionsunternehmens einzuverleiben. Die 600 neuen VW-Mitarbeiter verzichten vier Jahre lang auf Weihnachts- und Urlaubsgeld und erhalten im Gegenzug bis 2014 einen sicheren Arbeitsplatz. rtr/dpa

BASF plant neues Unternehmen

Ludwigshafen - Der weltgrößte Chemiekonzern BASF und der britische Konkurrent Ineos wollen ein Gemeinschaftsunternehmen für Styrolkunststoffe gründen. Eine Absichtserklärung hätten beide Unternehmen am Montag unterzeichnet, teilte BASF am Dienstag mit. Die Gesellschaft mit dem Namen Styrolution soll einen jährlichen Umsatz von über fünf Milliarden Euro erwirtschaften. Beide Gesellschaften halten je die Hälfte an dem Unternehmen. Die Gründung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Zudem hat am Dienstag die EU-Kommission BASF die Milliardenübernahme des Spezialchemiekonzerns Cognis unter Auflagen genehmigt. dpa

Bahngewerkschaften fusionieren

Fulda - Die Bahn-Gewerkschaft Transnet hat den Weg für den Zusammenschluss mit der Schwesterorganisation GDBA freigemacht. Bei einem außerordentlichen Gewerkschaftstag in Fulda stimmten 96 Prozent der Delegierten für eine neue Satzung und den neuen Namen Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Sie wird wie bisher Transnet Mitglied im Deutschen Gewerkschaftsbund sein und 240 000 Mitglieder haben. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) lehnt dagegen einen Zusammenschluss mit der EVG ab. dpa

Berliner können schneller surfen

Berlin - Kunden von Kabel Deutschland in Berlin und Saarbrücken können ab sofort mit Hochgeschwindigkeit im Internet surfen. Rund 1,8 Millionen Haushalte bekommen Zugang zu Internetanschlüssen mit bis zu 100 Mbit/s, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Konkurrent Tele Columbus hatte bereits am 15. November die Einführung des schnellen Internets für rund 250 000 Haushalte in Berlin gestartet. Bei Maximalgeschwindigkeit können Nutzer über das moderne Kabel-Glasfaser-Netz rund sechsmal schneller als bisher surfen. Von der Modernisierung in Berlin profitieren auch einige benachbarte Städte und Gemeinden in Brandenburg. Tsp

Portugal warnt vor Überschuldung

Lissabon - Die Zentralbank des hoch verschuldeten Euro-Landes Portugal schlägt Alarm. Die Situation im Bankensektor sei wegen der zunehmenden Liquiditätsprobleme „ernst“ und mache dringende Maßnahmen erforderlich, warnte die Notenbank am Dienstag in ihrem Finanzstabilitätsbericht. Sollte die Regierung keine Maßnahmen zur „glaubwürdigen und nachhaltigen Konsolidierung der Staatsfinanzen“ ergreifen, werde das Risiko für die Banken untragbar. Die Notenbanker empfehlen den Banken, weniger Kredite zu vergeben, das Sparen zu fördern und sich nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten umzusehen.dpa

Eon kauft bei Phoenix Solar

Düsseldorf - Der Kraftwerksbauer Phoenix Solar hat erneut Deutschlands größten Energieversorger Eon als Auftraggeber gewonnen. Das bayerische Unternehmen werde für den Konzern zwei Solarkraftwerke mit insgesamt 8,9 Megawatt (MW) Spitzenleistung in Italien errichten, teilte Phoenix am Dienstag mit. Zum Auftragsvolumen machte die Firma aus Sulzemoos keine Angaben. Phoenix übernehme Planung und Bau, die Solarmodule würden über Eon von der chinesischen Yingli geliefert.rtr

BenQ-Gläubiger erhalten Geld zurück München - Die Gläubiger des insolventen Handyherstellers BenQ Mobile bekommen den Großteil ihres Geldes zurück. Mitarbeiter, Zulieferer und die früheren Geldgeber könnten davon ausgehen, rund 70 Prozent ihrer Forderungen zu erhalten. „Das ist außergewöhnlich“, sagte Insolvenzverwalter Martin Prager am Dienstag. Mehr als 5000 Gläubiger, unter anderem Zulieferer wie Infineon oder Balda, hatten insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro an Forderungen angemeldet. Prager plant nach einer ersten Ausschüttung 2009 die übrigen 35 Prozent der Forderungen Mitte 2011 auszuzahlen. Bei anderen Pleiten liege die durchschnittliche Rückzahlungsquote bei drei bis zehn Prozent, sagte Prager. dpa

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