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Land gibt Gen-Kartoffel frei

Berlin - Trotz der Verunreinigung mit einer nicht zugelassenen Sorte darf der BASF-Konzern seine in Deutschland geernteten Genkartoffeln großteils weiterverwenden. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) teilte am Mittwoch mit, er habe die im September beschlagnahmte Ernte der Sorte Amflora großteils freigegeben. Die Amflora-Kartoffeln waren damals aus dem Verkehr gezogen worden, weil im ebenfalls an den Anbau-Versuchen beteiligten Schweden Verunreinigungen mit der nicht zugelassenen Genkartoffel-Sorte Amadea gefunden worden waren. BASF baut die Amflora in Tschechien, Schweden und im mecklenburgischen Zepkow an. AFP

EU will Finanzdelikte härter ahnden

Brüssel - Ob Insiderhandel, Marktmanipulation oder Missmanagement: Finanzdelikte sollen in der EU künftig nach einheitlichen Standards bestraft werden. „Jeder Händler kann in Zukunft mit härteren Strafen rechnen. Egal, wo in Europa die Tat dann begangen wurde“, sagte EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier am Mittwoch in Brüssel. Dazu legte der Franzose ein Papier vor, zu dem Regierungen und Marktteilnehmer bis Mitte Februar kommenden Jahres Stellung nehmen können. Barnier kommt es im Kern darauf an, bestehende Sanktionssysteme in den 27 Mitgliedstaaten anzugleichen, um damit die Abschreckung insgesamt zu erhöhen. Mindeststandards sind laut Barnier infolge der weltweiten Finanzkrise nötig. „Diejenigen, die die Krise verursacht haben, sind längst in Vergessenheit geraten. Aber die Krise grassiert weiter.“ Um ähnlichen Ereignissen vorzubeugen, plant der Franzose eine weitere Regulierung im Finanzsektor. dpa

Deutsche und Algerier kooperieren

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Algeriens Präsident Abdelaziz Bouteflika haben eine enge Zusammenarbeit beim Wüstenstromprojekt Desertec angekündigt. Deutschland habe ein großes Interesse an der Verwirklichung des Vorhabens, sagte Merkel nach einem Gespräch mit Bouteflika und Vertretern beteiligter Unternehmen am Mittwoch in Berlin. Algerien spiele dabei eine zentrale Rolle. Der algerische Staatschef sagte, für sein Land sei es wichtig, in Zukunft weniger stark von fossilen Energieträgern abhängig zu sein. Dazu müsse Algerien auf neue Technologien setzen.Algerien und Deutschland gründen demnach eine Wirtschaftskommission zur Unterstützung des Projekts. Desertec war vor gut einem Jahr an den Start gegangen. Bis zum Jahr 2050 sollen in Nordafrika und dem Nahen Osten große Solarkraftwerke und Windparks entstehen. AFP

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