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Aufsicht kritisiert Privatversicherer

Bonn - Die Finanzaufsicht Bafin hat die teils hohen Provisionen privater Krankenversicherer kritisiert. Die durchschnittliche Höhe der Abschlussprovisionen, die die Privatversicherer Vermittlern und Maklern zahlen, sei in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen, erklärte die Bafin am Donnerstag. Im vergangenen Jahr zahlten die privaten Krankenversicherer nach Angaben des PKV-Verbandes fast 2,7 Milliarden Euro an sogenannten Abschlussaufwendungen, was zumeist Provisionen für den Abschluss neuer Versicherungsverträge sind. Im Jahr davor waren es noch rund 2,5 Milliarden Euro und im Jahr 1999 erst 1,8 Milliarden Euro. AFP

Chipbranche erzielt Umsatzrekord

München - Die weltweite Chipbranche setzt einer Studie zufolge im laufenden Jahr soviel um wie nie zuvor. Der Markt wachse 2010 verglichen mit dem Vorjahr um 31,5 Prozent und knacke somit erstmals die Marke von 300 Milliarden Dollar, teilte die Marktforschungsfirma Gartner am Donnerstag mit. Vor allem der starke Absatz von Computern und die wachsende Beliebtheit mobiler Elektronik hätten die Einnahmen der Firmen sprudeln lassen. Im Krisenjahr 2009 waren die Umsätze noch um ein Zehntel zurückgegangen. Der weltgrößte Hersteller von Mikrochips bleibt 2010 weiterhin unangefochten der US-Konzern Intel. rtr

EU-Kommission stärkt Milchbauern

Brüssel - Die Milcherzeuger in der Europäischen Union müssen nach Ansicht der EU-Kommission in ihrer Marktmacht gestärkt werden. Die Kommission schlug am Donnerstag vor, dass Milchbauern sich künftig in der gesamten EU in Erzeugerorganisationen zusammenschließen dürfen. Damit sollen sie eine ähnlich starke Verhandlungsposition bekommen wie die milchverarbeitenden Betriebe. Sie sollen auch Branchenverbände bilden dürfen, um Forschungs- und Produktionswissen auszutauschen. Zudem sollen die Maßnahmen die Bauern auf den für 2015 beschlossenen Wegfall der Milchquoten vorbereiten. dpa

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Jugendliche haben beste Chancen

Berlin - Die Chancen jugendlicher Lehrstellenbewerber auf einen Ausbildungsplatz sind der Wirtschaft zufolge so gut wie nie. In diesem Jahr seien bis Ende November rund 332 000 Ausbildungsverträge abgeschlossen worden, erklärte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, am Donnerstag. Dies seien etwa so viele wie im Vorjahr. 2010 hätten aber rund 24 000 Jugendliche weniger die Schulen verlassen als ein Jahr zuvor. In der Folge hätten auch viele Altbewerber, die zunächst leer ausgegangen waren, nun eine Lehrstelle gefunden, erklärte der DIHK-Chef. Dennoch ließen viele Jugendliche die Nachvermittlungsangebote ungenutzt, erklärte Driftmann. 43 Prozent der Bewerber ohne Ausbildungsplatz hätten sich trotz Einladung nicht bei der Nachvermittlung gemeldet.AFP

Madoff-Geschädigte klagen überall

New York - Die Klagewelle im milliardenschweren Betrugsfall Bernard Madoff rollt weiter. Der Vertreter der Geschädigten hat nun auch die Citigroup sowie sechs weitere Großbanken in den USA, Europa und Japan auf Schadenersatz verklagt. Zudem will er das Londoner Madoff-Management zur Rechenschaft ziehen. Mit den erhofften Geldern sollen die Opfer entschädigt werden. Madoff-Treuhänder Irving Picard wirft den Banken vor, sie hätten von dem Betrug gewusst oder hätten davon wissen müssen. Treuhänder Picard hat bis zum 11. Dezember Zeit, Forderungen zu erheben, sonst verjähren sie. Picard verlangt von den sieben Banken insgesamt mehr als eine Milliarde Dollar. dpa

Ex-Parmalat-Chef verurteilt

Parma - Sieben Jahre nach dem Zusammenbruch des Parmalat-Konzerns ist der damalige Chef Calisto Tanzi wegen betrügerischen Bankrotts zu 18 Jahren Haft verurteilt worden. Auch anderen führenden Köpfen des norditalienischen Milchkonzerns hat ein Gericht in Parma am Donnerstag Gefängnisstrafen auferlegt. Bei der betrügerischen Insolvenz war 2003 ein Schuldenberg von 14 Milliarden Euro zurückgeblieben, geschädigt wurden 32 000 betrogene Kleinanleger sowie Investoren. Die Verurteilten müssen dem erstinstanzlichen Richterspruch zufolge dem neuen Konzern, der nach dem Crash aufgebaut worden ist, zwei Milliarden Euro an Entschädigung zahlen. dpa

Japan ringt mit China um Platz zwei

Tokio - Japan liefert sich nach einem starken dritten Quartal ein Kopf-an-Kopf- Rennen mit China um Platz zwei der größten Volkswirtschaften der Erde. Nach revidierten Berechnungen der Regierung stieg das Bruttoinlandsprodukt des Landes zwischen Juli und September mit einer hochgerechneten Jahresrate von 4,5 Prozent. Damit ist Japan nach Regierungsangaben vom Donnerstag zumindest bezogen auf die ersten neun Monate dieses Jahres vorerst wieder die zweitgrößte Volkswirtschaft. Im Sommer hatte erstmals China Japan nach vier Jahrzehnten von diesem Platz verdrängt. Auf Platz eins stehen immer noch die USA, Deutschland ist die viertgrößte Wirtschaftsmacht. dpa

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