NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Heimleiter in China verkauft Sklaven



Peking - Der Leiter eines Heims in Südwestchina hat geistig Behinderte als Sklaven an eine Fabrik verkauft. Wie chinesische Medien am Dienstag berichteten, wurde der Mann unter dem Vorwurf festgenommen, elf Bewohner seines Heims in der Provinz Sichuan an eine Fabrik für Baumaterialien in der fernen Region Xinjiang in Nordwestchina verkauft zu haben. Die Festnahme folgte auf einen Pressebericht. Darin wurde der Fabrikdirektor zitiert, der glaubte, für eine Umweltgeschichte interviewt zu werden, und nebenbei berichtete, dass die Arbeiter aus dem Heim in Sichuan stammten. dpa

Frankreich bekommt Google-Steuer

Paris - Frankreich will vom Jahreswechsel an mit einer eigenen Steuer von den riesigen Umsätzen in der Welt des Internets profitieren. Unternehmen mit Sitz in Frankreich sollen auf ihre Onlineeinnahmen eine Sonderabgabe zahlen, hat eine Kommission aus Parlament und Senat am Dienstag in Paris beschlossen. Der Steuersatz beträgt ein Prozent und wird auf den Nettobetrag fällig. Die Abgabe wird „Google-Steuer“ genannt. Die Kommission erarbeitet zurzeit ein Kompromisspaket für den Staatshaushalt 2011. Dass der neue Gesetzesartikel wieder gekippt wird, gilt als unwahrscheinlich. Den Anstoß hatte Präsident Nicolas Sarkozy gegeben. dpa

Oligarch will Hybridautos bauen

Moskau - Der russische Milliardär Michail Prochorow will bis 2012 Billigautos mit Hybridtechnologie auf den Markt bringen, die künftig auch im Westen produziert werden könnten. Der mit einem Benzin- und Elektromotor angetriebene Wagen soll zuerst in einem neuen Werk in Saratow gebaut werden und etwa 10 000 Euro kosten, wie die russische Regierungszeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Dienstag schrieb. Der Oligarch hat bereits drei Hybridmodelle in Moskau präsentiert. dpa

Fed kauft weiter Staatsanleihen

Washington - Die US-Notenbank Fed hält an ihrer Politik des billigen Geldes fest. Der Leitzins bleibe bis auf weiteres auf einem Stand zwischen null und 0,25 Prozent, erklärte der Offenmarktausschuss der Fed am Dienstag nach seiner Sitzung in Washington. Die Fed gab zudem bekannt, den im Vormonat angekündigten Kauf von US-Staatsanleihen fortzusetzen. AFP

Irische Bank muss Boni streichen

Dublin - Die verstaatlichte irische Allied Irish Bank (AIB) zahlt ihren Managern auf Druck der Regierung Boni in Höhe von 40 Millionen Euro nicht aus. Finanzminister Brian Lenihan erklärte, er habe der Bank gedroht, bei einer Bonuszahlung den Geldhahn des Staates zuzudrehen. Die Entscheidung gelte unabhängig von der Frage, wann die Boni verdient wurden. Die AIB hatte bislang argumentiert, sie sei rechtlich verpflichtet, die Boni zu zahlen. Lenihan hatte vergangene Woche eine 90-prozentige Steuer auf Bankerboni angekündigt. AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar