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KfW tritt auf die Kreditbremse

Frankfurt am Main - Die staatliche Förderbank KfW will angesichts des Konjunkturaufschwungs im kommenden Jahr deutlich weniger Kredite bewilligen. Kapitalmarktvorstand Günther Bräunig sagte am Mittwoch, für 2011 seien Neuzusagen von etwa 66 Milliarden Euro geplant, nachdem das Konjunktur-Sonderprogramm des Bundes auslaufe. Im laufenden Jahr hat die KfW ihr Fördervolumen auf rund 75 (2009: 63) Milliarden Euro ausgeweitet. Trotz der gedrosselten Fördertätigkeit rechnet der Vorstand damit, dass die KfW auch im kommenden Jahr rund 75 Milliarden Euro am Kapitalmarkt refinanzieren muss. 2010 waren es bisher 75,8 Milliarden Euro, etwas mehr als die erwarteten 70 bis 75 Milliarden. rtr

Motorola darf verkaufen

Brüssel - Der US-Konzern Motorola hat von der EU-Kommission grünes Licht für den Verkauf seiner Mobilfunk-Netzwerktechnik an die finnisch-deutsche Nokia Siemens Networks bekommen. Die Übernahme beeinträchtige nicht den Wettbewerb in Europa, entscheiden die obersten Wettbewerbshüter am Mittwoch. Motorola mit Sitz im US-Bundesstaat Illinois bereitet sich derzeit auf seine Aufspaltung vor. Der Konzern trennt sein Privatkundengeschäft mit der lange verlustreichen Handy-Produktion und den Kabelfernseh-Boxen von den profitablen Firmenkunden-Aktivitäten. dpa

GE will wieder durchstarten

New York - Der von der Krise schwer in Mitleidenschaft gezogene US-Mischkonzern General Electric bläst zum Angriff. Im kommenden Jahr soll der Umsatz nicht mehr schrumpfen, sondern um bis zu fünf Prozent wachsen. Konzernchef Jeff Immelt setzt seine Hoffnungen vor allem in das Industriegeschäft. Hier stehen die Amerikaner in starker Konkurrenz zu Siemens. Beide bauen Windkraftanlagen, Gasturbinen oder medizinische Apparate. Bis dato hinkte GE dem deutschen Rivalen deutlich hinterher. General Electric leidet unter seiner Finanzsparte, die besonders stark in den Sog der Finanz- und Immobilienkrise geriet. dpa

VW ruft 377 000 Autos zurück

Washington/Wolfsburg - Wegen Problemen mit der Spritleitung ruft der Autobauer Volkswagen in den USA und Kanada gut 377 000 Wagen zurück. Die Kraftstoffleitungen seien so verlegt, dass sie bei Vibrationen an anderen Teilen scheuerten und so auf die Dauer undicht werden könnten. Tritt Benzin aus, besteht Feuergefahr. „Es gab bislang aber noch keine Vorfälle“, sagte ein Konzernsprecher auf Anfrage. Der Mangel betrifft nur Autos mit 2,5-Liter-Fünfzylinder-Motor der nach Firmenangaben ausschließlich in Nordamerika in Golfs, Jettas, Jetta Kombis und New Beetles verkauft wird. dpa

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