NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Mehr Pleiten für 2011 erwartet

Neuss - Trotz des Wirtschaftsbooms werden im kommenden Jahr so viele Verbraucher Privatinsolvenz anmelden wie nie zuvor, prognostiziert die Wirtschaftsauskunftei Creditreform. Die Zahl der Privatpleiten dürfte demnach um bis zu sechs Prozent auf 120 000 steigen – auch ein Ergebnis der wachsenden Beliebtheit des Entschuldungsverfahrens. Gleichzeitig rechnet Creditreform mit einem leichten Anstieg der Zahl überschuldeter Privatleute, die derzeit bei rund 6,5 Millionen liegt, 290 000 oder 4,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Rund jeder zehnte Erwachsene in Deutschland ist von Überschuldung betroffen, das heißt, er oder sie ist dauerhaft nicht in der Lage, Rechnungen zu zahlen oder Kredite zu bedienen. dpa

Magna kauft deutsche Firma

Potsdam - Der deutsche Spezialist für Tanksysteme Erhard & Söhne GmbH, der unter anderem in Potsdam fertigt, wird vom österreichischen Automobilhersteller Magna-Steyr geschluckt. „Wir werden übernommen“, hieß es am Mittwoch aus der Firmenzentrale von Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd. Bestätigt wurde die Übernahme auch im Umfeld von Magna-Steyr. Das Unternehmen gehört zum kanadischen Autozulieferer Magna. Magna-Steyr entwickelt und produziert Fahrzeuge im Auftrag von Herstellern wie Mercedes, Peugeot, Chrysler und BMW. mat

China investiert groß in Portugal

Lissabon - Im Kampf gegen die Schuldenkrise kann Portugal auf eine Finanzspritze aus China hoffen. Die Volksrepublik wolle Staatsanleihen im Wert von vier bis fünf Milliarden Euro kaufen, berichtete die portugiesische Zeitung „Jornal de Negocios“. Beide Regierungen hätten sich darauf geeinigt, dass China im ersten Quartal 2011 zuschlägt – entweder bei Auktionen der staatlichen Finanzagentur oder am Markt. Quellen für ihren Bericht nannte die Zeitung allerdings nicht. Die chinesische Zentralbank wollte die Angaben auf Anfrage nicht kommentieren. rtr

Dänen verklagen Bundeskartellamt

Kopenhagen/Bonn - Der dänische Elektronikkonzern GN Store Nord hat das Bundeskartellamt auf 1,1 Milliarden Euro Schadenersatz verklagt. Das Unternehmen reichte beim Amtsgericht Bonn Klage gegen die Wettbewerbshüter ein, da diese den Verkauf der Hörgeräte-Tochter GN Resound im Jahr 2007 verboten hatten, wie GN Store am Mittwoch mitteilte. Der dänische Konzern wollte die Tochtergesellschaft für 2,1 Milliarden Euro an den Schweizer Hörgerätehersteller 2007 abtreten. Der Bundesgerichtshof hab das Verbot im April auf. AFP

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