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Irland verstaatlicht Allied Irish Bank

London/Dublin - Die irische Großbank Allied Irish Bank (AIB) ist praktisch verstaatlicht worden. Das höchste irische Gericht hat der irischen Regierung am Donnerstag die Erlaubnis erteilt, weitere 3,7 Milliarden Euro aus dem Staatssäckel in die marode Bank zu pumpen und damit ihre Anteile von 18 auf 49,9 Prozent aufzustocken. Dafür muss die Bank ihre Aktien an den Börsen in Dublin und London vom Markt nehmen. 2011 sollen lukrative Teile des ehemals größten irischen Geldinstituts verkauft werden. Die Überlegung des Finanzministeriums ist es, das Institut zu verkaufen oder an die Börse zu bringen, wenn eine wirtschaftliche Erholung eingesetzt hat. dpa

Takko wird britisch

Münster - Der Modediscounter Takko geht in britische Hände: Den Zuschlag bekam der Finanzinvestor Apax Partners, wie der bisherige Eigentümer Advent International am Donnerstag bekannt gab. Der Kaufpreis wurde nicht mitgeteilt. Zuletzt waren 1,3 Milliarden Euro im Gespräch gewesen. Takko gehörte seit 2007 zu Advent und hat sein Filialnetz in Europa seitdem von 1050 auf fast 1500 Läden gesteigert, knapp 1000 davon in Deutschland. Der Jahresumsatz betrug zuletzt 938 Millionen Euro. Rund 12 500 Menschen arbeiten für Takko. Die Zentrale liegt im westfälischen Telgte. dpa

Bund will weniger Ein-Euro-Jobs

Nürnberg - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) strebt für 2011 einen Rückgang bei den Ein-Euro-Jobs an. Diese seien sicherlich in vielen Fällen sinnvoll. „Aber in manchen Fällen hat man es übertrieben“, sagte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise am Donnerstag. Die jüngste Rechnungshofkritik sei daher teilweise berechtigt. So habe es Jobcenter gegeben, die die Hälfte ihrer Gelder für aktive Arbeitsmarktpolitik in Ein-Euro-Jobs gesteckt hätten. „Das entspricht weder dem Gesetz noch unserer Geschäftspolitik“, sagte Weise. 2010 hatten im Schnitt rund 300 000 Männer und Frauen einen Ein-Euro-Job. dpa

Keine Auskunft unter dieser Nummer

Bonn - Die Bundesnetzagentur hat eine für Verbraucher kostspielige Telefonauskunft mit der ehemaligen Bahn-Servicenummer 11861 wegen Missbrauchs abgeschaltet. Der Anbieter der Nummer habe über Monate nicht die Kosten für die Weitervermittlung ansagen lassen, teilte die Behörde am Donnerstag in Bonn mit. Der Anbieter wurde deswegen dazu verpflichtet, Verbrauchern das gezahlte Geld zu erstatten. Die Nummer 11861 gehörte früher der Deutschen Bahn. AFP

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