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Lange Arbeitszeiten schaden

der Gesundheit



Mit der Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit nehmen einer Studie zufolge gesundheitliche Beschwerden zu. Zwischen Arbeitsdauer und der Häufigkeit von Schlafstörungen, Rückenschmerzen und Herzbeschwerden bestehe ein direkter Zusammenhang, erklärt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dortmund. Auch variable Arbeitszeiten und Schichtarbeit wirkten sich erschwerend aus, wie eine Auswertung des Instituts von vier unabhängigen Befragungen von 50 000 Arbeitnehmern ergab. Neben den Folgen für das körperliche Wohlbefinden zeigten sich negative Auswirkungen im privaten und familiären Bereich, hieß es. Auch eine Flexibilisierung der Arbeitszeit mildere diese Effekte im Gesundheitlichen und Sozialen nur wenig ab. (Internet: www.baua.de) epd

In Deutschland haben immer mehr Beschäftigte einen Zweitjob

Immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland versuchen, ihr Einkommen mit einem Nebenjob aufzubessern. Nach einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungs-Instituts Forsa ergänzen 15 Prozent der Erwerbstätigen ihren Hauptberuf durch eine weitere Tätigkeit, um am Monatsende finanziell besser dazustehen. Vor zwei Jahren hatte der Anteil der Erwerbstätigen mit Zweitjob lediglich 3,7 Prozent betragen, wie der Finanzdienstleister AWD in Hannover mitteilt. Das Unternehmen hatte die Untersuchung in Auftrag gegeben. Besonders häufig sind der Studie zufolge Geringverdiener mit einem Netto-Haushaltseinkommen von weniger als 1000 Euro und Selbstständige auf eine zusätzliche Einkommensquelle angewiesen. dpa

Firmen mit weiblichen Chefs

sind erfolgreicher

Auch wenn der Frauenanteil laut einer Studie der Hoppenstedt Firmeninformationen GmbH kontinuierlich steigt, liegt die Quote in den Chefetagen der 50 größten börsennotierten deutschen Unternehmen derzeit bei nur elf Prozent. Ob Frauenquoten das ändern, ist umstritten. Für die Quote spricht, dass sie den Firmen wirtschaftliche Vorteile bringen könnte: In der Women-Matter-Studie 2008 fand McKinsey heraus, dass gemischtgeschlechtlich geführte Firmen höhere Umsätze erzielen als von Männern dominierte. In Spanien, Frankreich und Holland hat die Erkenntnis zur gesetzlichen Quote geführt. Als Paradebeispiel gilt Norwegen: Dort müssen börsennotierte Firmen 40 Prozent der Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzen. Die Wirtschaft wuchs seit der Einführung pro Jahr im Schnitt um rund zwei Prozent. epd

Deutsche Arbeitnehmer profitieren langfristig von Zuwanderung

Zuwanderung beschert deutschen Arbeitskräften langfristig steigende Löhne und sinkende Arbeitslosigkeit – wenn auch nur in bescheidenem Umfang. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg hervor. Verlierer sind demnach bereits in Deutschland lebende Ausländer – mit fallenden Löhnen und einem höheren Risiko, arbeitslos zu werden. Die Arbeitsmarktforscher simulierten in der Studie, dass 450 000 Erwerbstätige mehr einwandern als auswandern. Kurzfristig würden die Löhne der einheimischen Bevölkerung dadurch um 0,1 Prozent sinken, die Arbeitslosenquote nähme um 0,1 Prozentpunkte zu. Langfristig würden die Löhne der Deutschen jedoch um 0,1 Prozent steigen, errechnete das Institut und die Arbeitslosenquote sinke um 0,06 Punkte. dpa

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