NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Berliner gründen deutlich mehr

Berlin - Berlin hat sich 2010 als Gründerhauptstadt behaupten können. In den ersten neun Monaten 2010 gab es in der Hauptstadt 32 350 Neugründungen von Unternehmen, wie die Berliner IHK am Montag mitteilte. Bei gleichzeitiger Schließung von rund 20 370 Betrieben ergibt sich laut IHK per saldo ein Plus von 12 000 neuen Unternehmen – ein Anstieg von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Berlin ist und bleibt trotz aller Unkenrufe Gründerhauptstadt in Deutschland“, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder. Trotz des Aufschwungs im vergangenen Jahr gab es mehr Unternehmensinsolvenzen als 2009. Mit 1590 Firmenzusammenbrüchen wurden 6,7 Prozent mehr Fälle registriert als im vorangegangenen Jahr, teilte die Wirtschaftsauskunftei Creditreform mit. Von den Insolvenzen seien gut 4500 Arbeitnehmer betroffen gewesen. Die Insolvenzquote, also die Zahl der Insolvenzen bezogen auf den Gesamtbestand an Unternehmen, liege in Berlin über dem Bundesdurchschnitt. Tsp

Wirtschaft kritisiert Internetportal

Berlin - Der Widerstand der Wirtschaft gegen das geplante Internetportal für Etikettenschwindel der Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) nimmt zu. Acht Spitzenverbände warnten am Montag davor, dass Produkte an den Pranger gestellt werden könnten, nur weil einzelne Verbraucher sie als irreführend empfänden. „Der Staat muss auch diejenigen schützen, die unberechtigt im Netz vorgeführt werden“, heißt es in einer Erklärung des Spitzenverbandes der Lebensmittelwirtschaft BLL. Nach Aigners Plänen sollen Verbraucher die Namen von Produkten auf einer Internetseite angeben können, die aus ihrer Sicht irreführend sind oder täuschen. dpa

Messen hoffen auf große Budgets

Hannover - Die Messewirtschaft will 2011 dank steigender Budgets der Aussteller kräftig durchstarten. Immer mehr Unternehmen sind nach Angaben der Gemeinschaft Deutscher Großmessen (GDG) zu höheren Investitionen bei wichtigen Branchentreffen bereit. „Befragungen zeigen, dass der Marketing-Mix im Vergleich zur Zeit vor der Krise nahezu unverändert ist“, sagte der Vorstandschef der Deutschen Messe AG, Wolfram von Fritsch. Im Schnitt wollten die Aussteller 40 bis 45 Prozent der Vermarktungsetats für Messeauftritte ausgeben – und damit mindestens so viel wie vor der konjunkturellen Talfahrt. dpa

EU lobt Euro-Umtausch in Estland Brüssel - Die EU-Kommission hat die nach ihrem Eindruck reibungslose Einführung des Euro in Estland gelobt. „Es gab keine größeren Probleme“, sagte die Sprecherin von Kommissions-Vizepräsident Joaquín Almunia am Montag. Laut einer Umfrage der Kommission seien am Sonntagabend bereits 26 Prozent der Zahlungen in Estland in Euro erfolgt, sagte die Sprecherin. Die Geschäfte in dem baltischen Land seien am Wochenende geöffnet. Der kleine baltische Staat hatte zum 1. Januar als 17. EU-Land den Euro eingeführt. Zu Befürchtungen über einen möglichen Preisanstieg im Zuge der Währungsumstellung sagte die Sprecherin, die meisten Geschäfte in Estland hätten sich zu einer fairen Umrechnung verpflichtet. dpa

Rekord bei Computerverkäufen

Berlin - Noch nie sind so viele Computer in Deutschland verkauft worden wie im abgelaufenen Jahr. Rund 13,7 Millionen PCs seien 2010 angeschafft worden, 13 Prozent mehr als 2009. „Das Geschäft mit Personal Computern boomt in allen Bereichen“, sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer am Montag. Auch für das neue Jahr ist der Verband optimistisch. Nach seiner Prognose soll der Computerabsatz um 12,3 Prozent auf 15,4 Millionen Stück zulegen. Beim Umsatz rechnet der Verband mit einem Anstieg von 6,5 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro. Nach Bitkom-Berechnungen hat sich jeder zehnte Bundesbürger 2010 einen neuen Computer angeschafft. 60 Prozent aller verkauften PCs gingen an Privatverbraucher, 40 Prozent an gewerbliche Nutzer. Gut zwei Drittel der abgesetzten Computer waren tragbare Geräte. dpa

Börsenumsätze 2010 gestiegen

Frankfurt am Main - Nach dem Ende der Wirtschaftskrise hat sich der Handel an den deutschen Börsen wieder belebt – bleibt aber noch weit hinter den alten Höchstständen zurück. Wie die Deutsche Börse in Frankfurt am Montag mitteilte, lag der Umsatz an den Kassamärkten – an denen Aktien, Anleihen oder auch Fonds gehandelt werden – aller deutschen Börsen zusammen im vergangenen Jahr bei 1,48 Billionen Euro. Das sind 13 Prozent mehr als im Jahr 2009. Im Spitzenjahr 2007 hatte der Umsatz allerdings noch 2,85 Billionen Euro betragen. dpa

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