NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Das Leben in Europa wird teurer

Brüssel - Kräftig steigende Verbraucherpreise in den Euro-Ländern bringen die Europäische Zentralbank (EZB) in Zugzwang. Die Kosten für die Lebenshaltung zogen im Dezember um überraschend starke 2,2 Prozent an, wie die Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mitteilte. Höhere Energie- und Lebensmittelpreise hievten die Inflationsrate erstmals seit mehr als zwei Jahren wieder über der Marke von zwei Prozent, bis zu der die Frankfurter Währungshüter mittelfristig stabile Preise gewahrt sehen. Auch in den kommenden Monaten dürfte sie darüberliegen. Experten rechnen deshalb damit, dass die EZB ihren Leitzins noch in diesem Jahr anheben wird. rtr

Weberbank beruft neuen Vorstand

Berlin - Der Weberbank-Manager Wolfgang Harth ist zum 1. Januar in den Vorstand des Instituts berufen worden. Zu seinen Aufgaben zählt das Privatkundengeschäft, wie die Weberbank am Dienstag mitteilte. Dem Vorstand gehören zudem Klaus Siegers als Vorsitzender und Stephan Brandt an. Harth ist bereits seit vier Jahren in leitender Funktion bei der 1949 gegründeten Berliner Privatbank tätig, die der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam gehört.Tsp

Stahlpreise steigen wegen Flut

Essen - Der größte deutsche Stahlhersteller Thyssen-Krupp rechnet wegen der verheerenden Flutkatastrophe in Australien mit steigenden Stahlpreisen. Zwar ließen sich die Folgen der Naturkatastrophe noch nicht abschätzen, sagte ein Sprecher am Dienstag. Die Spotmarktpreise für Kohle seien zuletzt aber merklich angestiegen. Das werde sich im zweiten Quartal auf die Bezugspreise auswirken. Thyssen-Krupp werde versuchen, die steigenden Kosten über höhere Stahlpreise an seine Kunden weiterzugeben. Australien ist der größte Kohleexporteur der Welt. Viele Häfen und Bahnstrecken sind derzeit nur eingeschränkt nutzbar. Laut Analysten sind die Kurse für Kohle an den Spotmärkten inzwischen um zehn Prozent gestiegen. dpa

FMC kauft in Osteuropa zu

Bad Homburg - Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) baut sein Geschäft in Osteuropa aus. FMC übernimmt für 485 Millionen Euro die Dialysezentren des niederländischen Medizindienstleisters Euromedic International mit Sitz in Budapest. Der Zukauf ist die größte Transaktion von FMC seit der Übernahme des US-Dialysedienstleisters Renal Care für 3,5 Milliarden Dollar im Jahr 2006. Wie FMC am Dienstag weiter mitteilte, ist die Sparte mit dem Namen International Dialysis Centers (IDC) Marktführer in Mittel- und Osteuropa. Sie betreibt 70 Dialysekliniken in Ländern wie Bosnien, Kroatien, Polen, Russland, Rumänien und der Türkei. Die Übernahme soll bis zum Sommer abgeschlossen werden, die Kartellbehörden müssen aber noch zustimmen. dpa

Dürr setzt auf Elektro-Batterien

Frankfurt am Main - Der Anlagenbauer Dürr bringt sich im Wachstumsmarkt für Elektroauto-Batterien in Stellung. Das Unternehmen biete seit kurzem Montagelinien für komplette Batterien an und habe bereits einen Auftrag aus der Automobilindustrie erhalten, sagte ein Firmensprecher am Dienstag. „Mit weiteren Kunden sind wir im Gespräch“, fügte er hinzu und bestätigte damit einen Bericht der „Automobilwoche“. Künftig wolle der Konzern auch Anlagen für die Produktionstechnik anbieten. Mit dem Schritt bereitet sich Dürr darauf vor, dass Autohersteller künftig für die Produktion von Elektroautos mehr Batterien benötigen werden. rtr

Südkorea kooperiert mit Japan

Seoul - Das hochgradig von Rohstoff- und Energieimporten abhängige Südkorea will neue Quellen für Seltene Erden erschließen. Wie die Regierung am Dienstag bekannt gab, werde sie dafür in diesem Jahr nach Möglichkeiten in Vietnam, Australien, Kirgistan und Südafrika suchen und dabei mit Japan kooperieren. Mit dieser Maßnahme bereitet sich Korea auf mögliche Versorgungsengpässe vor. Es wird erwartet, dass die Nachfrage mittel- bis langfristig enorm steigen wird. China, das derzeit 90 Prozent der Seltenen Erden fördert, hatte Ende Dezember angekündigt, die Ausfuhr der für die Technologiebranche unersetzbaren Metalle zu senken und mit höheren Zöllen zu belegen. rtr

Opel versteigert Maschinen

Antwerpen - Nach der Schließung des Opel-Werks in Antwerpen sucht der Autobauer einen Käufer für das Gelände. „Die Muttergesellschaft General Motors ist in Verhandlungen mit der Antwerpener Hafengesellschaft“, sagte die Werkssprecherin am Dienstag auf Anfrage. Von März an sollen die Maschinen und Werkzeuge versteigert werden. Die Schließung des Werks, wo das Modell Astra gebaut wurde, ist Teil des radikalen Sanierungsplans, mit dem die GM-Tochter Opel spätestens 2012 wieder schwarze Zahlen schreiben will. Bereits Ende Dezember war in Antwerpen das letzte Auto vom Band gerollt. In diesen Tagen werden die Fertigungsstraßen abgebaut. dpa

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