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„Wunderkind“ wird neu aufgestellt

Potsdam - Das vom Designer Wolfgang Joop gegründete Modeunternehmen Wunderkind wird neu ausgerichtet. Es sei ein Prozess der Restrukturierung eingeleitet worden, sagte Wunderkind-Geschäftsführer Markus Hennig der dpa. Dieser habe auch die Entlassung von Mitarbeitern zur Folge gehabt. Eine Zahl wollte Hennig nicht nennen. Künftig sollten Kollektionen nur noch in eigenen Boutiquen von Wunderkind verkauft werden, heißt es im „Spiegel“. Darauf hätten sich die Gesellschafter Wolfgang Joop und das Investoren-Ehepaar Hans-Joachim und Gisa Sander geeinigt. Zwischen ihnen sei es zuletzt immer wieder zu Verstimmungen gekommen. Während Joop vereinbarte Investitionen angemahnt habe, sei es seinen Partnern auf Umsätze und Renditen angekommen. Wegen des Streits werde es im Frühjahr voraussichtlich keine große Modeschau geben. Joop wolle sich künftig stärker auf seine künstlerische Arbeit konzentrieren, schreibt das Magazin. Der Firmensitz werde von Potsdam nach Berlin verlegt. dpa

Verfassungsschutz warnt Manager

Berlin - Im Kampf gegen Industriespionage vor allem aus China ruft der Verfassungsschutz deutsche Manager zu erhöhter Wachsamkeit auf. Diese sollten auf Auslandsreisen nur noch „einen nackten Reiselaptop und ein nacktes Reisehandy“ ohne gespeicherte Dateien mitnehmen, sagte der Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Alexander Eisvogel, der „Wirtschaftswoche“. „Die Empfehlung gilt insbesondere für Risikoländer wie China und Russland“, befand er. Weil dort die Geheimdienste E-Mails mitläsen und Telefonate mithörten, sollten solche Formen der Kommunikation möglichst vermieden werden. Sorgen nähren Spionagefälle wie jüngst der bei Renault. Der französische Geheimdienst prüft Regierungskreisen zufolge eine mögliche Verbindung nach China. In dem Fall geht es um sensible Informationen über ein Elektroprojekt von Renault und Nissan. rtr

BDI fürchtet Finanzmärkte

Berlin - Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sieht 2011 die größte Gefahr für das Wirtschaftswachstum in der mangelnden Stabilität der Finanzmärkte. Grundsätzlich gehe man mit großer Zuversicht ins neue Wirtschaftsjahr, sagte BDI-Präsident Hans- Peter Keitel der dpa. Allerdings müsse man „aufpassen, dass uns die Finanzseite nicht die Ernte verhagelt“. Bei der Kreditversorgung gebe es weniger Bedenken. „Mich macht die Frage unruhiger: Wie stabil ist insgesamt der Finanzmarkt?“, sagte Keitel. Dazu gehöre auch die Frage: „Geht man die Probleme bei den Landesbanken endlich an oder schiebt man sie weiter vor sich her?“ dpa

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