NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

GSW findet neuen Interessenten

Frankfurt am Main - Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen interessiert sich für den Kauf des Berliner Konkurrenten GSW sowie der Wohnungen der Landesbank Baden-Württemberg. „Beide Optionen gleichzeitig würden aber wohl unsere Kapazitäten überstrapazieren“, sagte Firmenchef Michael Zahn der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Finanzkreisen zufolge gab es bereits Gespräche mit den GSW-Eignern Goldman Sachs, Deutsche Bank und Cerberus. Die Verkäufer peilen einen Verkaufspreis ohne Schulden von 700 bis 800 Millionen Euro an. „Die Preisvorstellungen müssen noch zusammenkommen“, erklärte Zahn. Im Frühjahr 2010 war der GSW-Börsengang geplatzt. rtr

Allianz kauft in China zu

Frankfurt am Main - Die Allianz pumpt weitere 855 Millionen Dollar (660 Millionen Euro) in ihren Partner China Pacific (CPIC). Damit steige der Anteil am drittgrößten chinesischen Versicherer auf 2,8 Prozent, teilte die Allianz am Sonntag mit. „Wir freuen uns, durch dieses langfristige Investment unsere Position in diesem wichtigen Wachstumsmarkt weiter auszubauen“, erklärt Allianz-Chef Michael Diekmann. Europas größter Versicherer wolle die Partnerschaft mit CPIC weiterentwickeln. Die Allianz war Ende 2009 beim Börsengang von China Pacific in Hongkong bereits bei den Chinesen eingestiegen. Das neue Aktienpaket übernimmt der Münchner Konzern vom Finanzinvestor Carlyle. rtr

Renault spielt Spionagefall herunter

Paris - Renault ist in seinem Spionagefall nach Darstellung des Managements noch glimpflich davongekommen. Dem Autobauer wurden demnach weder wichtige Technik-Geheimnisse entwendet, noch drohen Rückschläge auf dem Zukunftsfeld der Elektroautos. Der für das Tagesgeschäft zuständige Vorstand Patrick Pelata machte ein „organisiertes internationales Netz“ verantwortlich. „Das waren Profis“, sagte er der „Le Monde“. „Es ist eine ernsthafte Sache, aber weniger schlimm, als wenn die Technologie betroffen wäre.“ Vom Vorzeigeprojekt mit Nissan zur Entwicklung von Elektroautos seien lediglich Informationen über die Kosten und das wirtschaftliche Modell des Programms ausgespäht worden. Die wertvollsten Technologien, darunter 200 Patente zu Antrieb und Montage, seien sicher. Am Freitag war aus Regierungskreisen verlautet, dass China hinter der Attacke stehen könne. rtr

Ex-VW-Aktionär verklagt Porsche

Frankfurt am Main - Porsche droht wegen der geplatzten Übernahme von VW ein weiteres juristisches Nachspiel. Christoph von Arnim von der Berliner Anwaltskanzlei FPS hat laut „Spiegel“ beim Landgericht Stuttgart Klage eingereicht gegen Porsche und die Maple Bank, die für den Sportwagenhersteller während der Übernahmeschlacht um VW Aktienoptionen des Konzerns kaufte und verkaufte. Der Anwalt fordert dem Bericht zufolge 3,1 Millionen Euro Schadenersatz. So viel Geld habe einer seiner Mandanten 2008 durch den Kauf und Verkauf von VW-Aktienoptionen verloren. dpa

IWF warnt USA vor Schulden

Denver - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat eine Reduzierung der US-Schulden angemahnt. Geschehe dies nicht, müsste mit deutlich höheren Refinanzierungskosten gerechnet werden, sagte IWF-Vizechef John Lipsky in Denver. Zwar könnte eine Etatkonsolidierung das Wachstum beeinträchtigen und politisch schwer durchzusetzen sein. Langfristig werde jedoch die Entwicklung der Wirtschaft beschleunigt. Finanzminister Timothy Geithner hatte vor einer Zahlungsunfähigkeit der USA gewarnt. rtr

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