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Baumängel genau beschreiben

Wenn Bauherren bei einer Firma einen Mangel rügen, müssen sie diesen möglichst genau beschreiben. Dazu reiche es aus, wenn der Betroffene den Schaden in einfachen Worten erläutert, erklärt die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) in Berlin. Die technischen Ursachen für den Mangel müsse er dagegen nicht nennen. „Hausbesitzer müssen das Symptom beschreiben und erläutern, wo der Schaden liegt“, erklärt die Fachanwältin Heike Rath. Weil der Bauherr in der Regel ein Laie ist, dürfe dies mit simplen Worten geschehen, zum Beispiel: „Im Keller unter der Treppe ist die Außenwand nass. Die feuchte Stelle ist handtellergroß.“ Wichtig sei aber, sich an die richtige Firma zu wenden. Nur sie sei zur Nachbesserung verpflichtet. Wendet sich der Bauherr dagegen an den Falschen, und kommt dieser irrtümlich zu einer Besichtigung auf die Baustelle, müsse ihm der Bauherr diesen unnötigen Aufwand ersetzen.

Gewährleistungsfrist beachten

Bauherren sollten ihr Haus vor Ablauf der gesetzlichen Gewährleistungsfristen auf Baumängel untersuchen. Probleme könnten auch nach Jahren noch auftreten, erklärt der Verband Privater Bauherren in Berlin. Daher sei es sinnvoll, mit einem Bausachverständigen zu schauen, ob Mängel am Haus entstanden sind. Die Gewährleistungsfrist betrage für private Bauherren fünf Jahre, erklärte der Verband. Binnen dieser Zeit müsse das Bauunternehmen die Schäden auf eigene Kosten beseitigen. Stichtag für die Frist ist der Zeitpunkt der förmlichen Bauabnahme. Ab diesem Tag läuft die Gewährleistung.

Neues Geld von der KfW

Immobilieneigentümer bekommen bei der energetischen Modernisierung bald wieder öffentliche Fördermittel für Einzelmaßnahmen. Vom 1. März an stellt die KfW-Bankengruppe dafür wieder Gelder bereit, teilt die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Deutschland in Berlin mit. Die KfW hatte den Angaben zufolge zum 31. August 2010 die Förderung von Einzelprojekten eingestellt. Vor allem private Eigentümer planten oft die energetische Modernisierung aus finanziellen Gründen nicht in einem Schritt, sondern nach und nach, erklärt der Verband. So werde zum Beispiel zunächst die Dämmung verbessert, in einem zweiten Schritt die Heizungsanlage erneuert und schließlich die Fenster ausgetauscht. Für die neuerliche Förderung der Einzelsanierungen verlangt die KfW laut Haus & Grund allerdings vom 1. März an, einen Sachverständigen in das Bauvorhaben einzubeziehen. Grund dafür seien die gestiegenen technischen Anforderungen. dpa

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