NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Siemens-Prozess wird ausgesetzt

München - Das Landgericht München I hat den Schmiergeldprozess gegen den ehemaligen Siemens-Vorstand Thomas Ganswindt ausgesetzt und angekündigt, das Verfahren mit drei statt zwei Berufsrichtern neu zu beginnen. Damit gab das Gericht am Montag dem Verteidiger des 50-Jährigen recht, der zum Prozessbeginn am vergangenen Donnerstag bemängelt hatte, dass die geplante Besetzung mit zwei Richtern für das komplexe Verfahren nicht ausreiche. Das Landgericht hob alle ursprünglich geplanten Termine auf. Ein neuer Zeitpunkt für den Prozessbeginn steht noch nicht fest. Thomas Ganswindt ist wegen vorsätzlicher Verletzung seiner Aufsichtspflicht angeklagt: Er hat laut Staatsanwaltschaft das System der schwarzen Kassen bei Siemens geduldet und unterstützt. Der Konzern hat ihn zudem auf Schadenersatz in Höhe von fünf Millionen Euro verklagt. AFP

Asiate bietet Eon vier Milliarden Euro

Frankfurt/Hongkong - Der Hongkonger Milliardär Li Ka-shing könnte mit dem Kauf des britischen Eon-Stromnetzes schon bald die Kasse des klammen Energiekonzerns füllen. Der Investor plane ein Angebot für die Trassen, nachdem der ursprüngliche Bieter abgesprungen sei, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Der „Sunday Times“ zufolge erwägt Li Ka-shing bis zu 3,5 Milliarden Pfund (rund vier Milliarden Euro) für das zweitgrößte britische Stromnetz zu bieten. Eon wollte sich dazu nicht äußern. „Die wollen den Deal so schnell wie möglich machen“, sagte der Insider. Der Verkauf könne noch im ersten Quartal über die Bühne gehen. Mehr als zwei, aber weniger als eine Handvoll Bieter seien noch im Rennen. rtr

Euro-Anleihe ist gefragt

London - Für die erste Anleihe unter dem Euro-Rettungsschirm EFSF zeichnet sich eine starke Nachfrage ab. Aktuell stünden bereits Zeichnungswünsche von mehr als 20 Milliarden Euro in den Büchern, erklärten am Montagabend mit der Sache vertraute Personen. Auch an anderer Stelle hieß es, das Orderbuch sei mehrfach überzeichnet. Es sei daher sehr wahrscheinlich, dass die angestrebte Obergrenze von fünf Milliarden Euro bei der Ausgabe auch tatsächlich zustande komme. Die Preisfestsetzung für die Papiere solle am Dienstag erfolgen. In der vergangenen Woche hatte es aus Kreisen der Europäischen Finanzstabilitätsfazilität (EFSF) geheißen, bei der Anleihe sei ein Volumen zwischen drei und fünf Milliarden Euro angestrebt. Die Laufzeit solle fünf Jahre betragen. Das Geld soll zur Stützung Irlands genutzt werden, dem ersten Euro-Land, das unter dem Rettungsschirm der Euro-Staaten Schutz suchen musste. rtr

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