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Berliner Appell für Fachkräfte

Berlin - Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin hat Unternehmen und Politik aufgerufen, mehr gegen den Fachkräftemangel zu tun. „Auf dem Ausbildungsmarkt spüren wir die demografische Zeitenwende schon seit einigen Jahren“, sagte IHK-Bildungsgeschäftsführer Christoph von Knobelsdorff am Donnerstag. Rückläufige Schulabgängerzahlen führten schon jetzt zu Problemen, alle Ausbildungsplätze zu besetzen. Die Kammer empfiehlt den Unternehmen unter anderem, Studienabbrecher für eine Berufsausbildung zu motivieren und Jugendliche mit Migrationshintergrund stärker einzubinden. Der Politik legte die IHK nahe, etwa die Durchlässigkeit zwischen Studium und beruflicher Bildung zu erhöhen. Den Berliner Senat rief die Kammer auf, eine Fachkräfteagentur zu gründen, die gezielt Fachkräfte für die Hauptstadt anwerben soll. jmi

Engpass bei Auto-Zulieferern

Bochum - Die deutschen Autobauer kämpfen angesichts der hohen Nachfrage aus Übersee zunehmend mit Engpässen bei ihren Zulieferern. „Die Lieferindustrie ist insgesamt sehr angespannt“, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche am Donnerstag am Rande einer Branchenkonferenz in Bochum. „Da kämpfen alle. Die einen bisher erfolgreich, die anderen haben mal einen solchen Schluckauf“, fügte er hinzu. VW hat angekündigt, die Bänder in Wolfsburg am kommenden Montag anzuhalten, weil einige Lieferanten nicht in der Lage seien, das an der Kapazitätsgrenze arbeitende Stammwerk mit genügend Teilen zu versorgen. rtr



Weniger Bierdurst

Frankfurt am Main - Den Deutschen vergeht zunehmend die Lust auf Bier. Der Absatz sank 2010 erstmals seit der deutschen Wiedervereinigung deutlich unter die Marke von 100 Millionen Hektoliter, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Stattdessen griffen die Deutschen Branchenangaben zufolge vermehrt nach Erfrischungsgetränken wie Cola, Limo oder Schorlen. 98,3 Millionen Hektoliter setzten Brauereien und Bierlager in Deutschland den Zahlen zufolge ab. Das waren 1,7 Prozent weniger als 2009. Vor allem im Inland ging der Bierdurst zurück. Hierzulande sank der Absatz um 2,9 Prozent auf 83,4 Millionen Hektoliter. 2011 könnten die Preise trotz schwindenden Absatzes steigen. Ursache dafür seien höhere Rohstoffpreise sowie Energie- und Personalkosten.AFP

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