NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Telekom legt Streit bei

Bonn - Nach dem Ende des Spitzelprozesses bei der Deutschen Telekom Ende vergangenen Jahres will der Konzern jetzt endgültig reinen Tisch machen. Mit Ex-Konzernchef Kai-Uwe Ricke und dem ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Zumwinkel habe sich das Unternehmen wegen zivilrechtlicher Ansprüche gütlich geeinigt, teilte die Telekom am Dienstag mit. Ricke und Zumwinkel hätten sich bereit erklärt, im Wege eines Vergleichs einen beträchtlichen Teil des Schadens auszugleichen. Details nannte das Unternehmen nicht. Der erzielte Vergleich stehe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Hauptversammlung. Unter der Leitung der beiden Topmanager hatte die Telekom illegal Gewerkschafter, Betriebsräte und Journalisten bespitzelt. Ein Mitarbeiter der Konzernsicherheit wurde Ende November vergangenen Jahres verurteilt. Zuvor waren die Ermittlungen gegen Ricke und Zumwinkel mangels Tatverdachts eingestellt worden. dpa

Brüssel lobt und kritisiert Merkel

Brüssel - Die bisher noch inoffiziellen Vorschläge von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für eine europäische Wirtschaftsregierung werden in Brüssel kontrovers diskutiert. Zuspruch kam aus der EU-Kommission: Eine ganze Reihe von Elementen sei bereits in den Gesetzesvorschlägen der Brüsseler Behörde enthalten, die augenblicklich debattiert werden, hieß es am Dienstag in Kommissionskreisen. Dazu gehöre beispielsweise eine striktere Überprüfung der Wettbewerbsfähigkeit von Mitgliedstaaten. Aus dem Europäischen Parlament gab es dagegen Kritik. „Zu Löhnen zum Beispiel oder zum sozialen Gleichgewicht in Europa hört man von Frau Merkel kein Wort“, sagte der Vorsitzende der Fraktion der Sozialdemokraten, Martin Schulz (SPD). Die Forderung nach einer Reduzierung der Schulden und mehr Investitionen in die Bildung seien aber richtig. In Brüssel wird erwartet, dass Merkels Vorschlag für einen „Pakt für Wettbewerbsfähigkeit“ beim Sondertreffen der EU-Staats- und Regierungschefs an diesem Freitag zur Sprache kommen wird. dpa

Verdi: Anlegern entgehen Milliarden

Berlin - Bei der Kundenberatung deutscher Banken gibt es nach Ansicht von Verbraucherschützern und Gewerkschaften immer noch erhebliche Defizite. Nach wie vor sei der provisionsorientierte Verkauf der Regelfall. Dabei würden solche Finanzprodukte angepriesen, die die höchste Provision versprächen, erklärten der Bundesverband der Verbraucherzentrale (VZBV) und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Dienstag in Berlin. Die Verbände beklagten zudem „unnötige und sich immer wiederholende Empfehlungen zur Portfolio-Umschichtung“. Auf diese Weise würden die Anleger jährlich Milliardenbeträge verlieren. AFP

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