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Deutsche Züge fallen durch Crashtest

Berlin/Hamburg - Mehr als 90 Prozent der Personenzüge auf deutschen Gleisen genügen nach Expertenmeinung nicht den im EU-Recht vorgeschriebenen Crashtests. „Während die Bahnen in Frankreich und den Niederlanden die EU-Sicherheitsstandards schon vor Inkrafttreten befolgten, werden in Deutschland noch immer Züge neu gebaut, die sie nicht erfüllen“, sagte der Leiter des Fachgebiets Schienenfahrzeuge an der TU Berlin, Markus Hecht, der „Zeit“. Dies gelte für den in Sachsen-Anhalt verunglückten Zug sowie für viele ICEs. Das Netzwerk Privatbahnen, ein Zusammenschluss von rund 20 privaten und kommunalen Güterbahnen in Deutschland, kritisierte derweil das Sicherheitsniveau im ostdeutschen Schienenverkehr scharf. Während in den vergangenen Jahren Milliardenbeträge in Hochgeschwindigkeitsstrecken investiert wurden, sei die Infrastruktur vielerorts auf dem Stand von DDR-Zeiten verblieben. dpa

135 Milliarden für Wall-Street-Banker New York - Zwei Jahre nach dem Beinahekollaps des gesamten Finanzsystems haben die 25 größten Finanzfirmen der Wall Street nach einer Erhebung des „Wall Street Journals“ vom Mittwoch die Rekordsumme von 135 Milliarden Dollar an ihre Mitarbeiter gezahlt. Das sind knapp sechs Prozent mehr als die 128 Milliarden Dollar des Jahres 2009. Der einzelne Banker kann sich jedoch „nur“ über eine Gehaltserhöhung von drei Prozent freuen und verdiente im Durchschnitt 141 000 Dollar. In Reaktion auf die harsche Kritik an der ausufernden Bonusmentalität bekommen die Banker nun aber einen größeren Teil ihres Gehalts fest oder in Aktien, die sie erst in einigen Jahren zu Geld machen dürfen. dpa

Türken dürfen nicht zur Messe

Istanbul - Visaprobleme für türkische Unternehmer haben für einen Streit um die Süßwarenmesse in Köln gesorgt. Nachdem mehr als ein Dutzend türkische Geschäftsleute kein Visum zur Teilnahme an der Internationalen Süßwarenmesse (ISM) erhielten, obwohl die Türkei Partnerland der Messe war, will das Land nun vermehrt eigene Messen ausrichten, wie die Zeitung „Zaman“ meldete. Auch die türkische Möbelindustrie beklagt demnach Probleme mit dem Zugang zu Messen in Deutschland. Türkische Unternehmer und auch deutsche Wirtschaftsvertreter in der Türkei beklagen seit langem die Probleme bei der Visavergabe. AFP

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