NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Manager entscheiden sich selten

für flexible Arbeitszeiten



Teilzeitarbeit ist gefragt – doch Arbeitnehmer mit anspruchsvollen Jobs trauen sich das Kürzertreten häufig erst, wenn Vorbilder mit gutem Beispiel vorangehen. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie der Beratungsgesellschaft Bain & Company, die kürzlich in München veröffentlicht wurde. Das könne etwa ein hochrangiger Manager sein, der sich aktiv für flexible Arbeitszeiten im Betrieb einsetzt. Von den untersuchten Firmen in Europa, den USA und Asien bieten zwar 60 Prozent flexible Arbeitszeitmodelle an, doch in nur 18 Prozent der Fälle werden sie genutzt. An mangelndem Interesse liegt das nicht: Von rund 3300 befragten Arbeitnehmern in höheren Positionen können sich 94 Prozent der Frauen und 78 Prozent der Männer vorstellen, in Teilzeit zu arbeiten. dpa

Die Mehrheit der Deutschen ist für die Gleichberechtigung im Beruf

Eine überwiegende Mehrheit der Deutschen befürwortet einer Emnid-Umfrage zufolge die Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Berufsleben. 87 Prozent der Bundesbürger sind dafür, dass sich Frauen künftig ebenso stark auf ihre berufliche Karriere konzentrieren wie Männer, ergab die kürzlich veröffentlichte repräsentative Umfrage im Auftrag von „Bild am Sonntag“. Unter Männern ist die Zustimmung ähnlich hoch und liegt bei 88 Prozent. Die Einführung einer verbindlichen Frauenquote von mindestens 30 Prozent in Spitzenpositionen deutscher Unternehmen lehnt jedoch eine Mehrheit von 56 Prozent ab, während 41 Prozent sie für richtig halten. Das Meinungsforschungsinstitut Emnid befragte repräsentativ 504 Bundesbürger.epd

Die Baubranche bildet wieder

mehr Azubis aus

Die deutsche Baubranche bildet wieder mehr Lehrlinge als früher aus. Zum Ausbildungsjahr 2010/2011 wurden etwa 12 000 neue Azubis eingestellt – knapp sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das teilt der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in Berlin mit. Besonders positiv ist der Trend in den klassischen Bauberufen: Bei Maurern und Zimmerern etwa stieg die Zahl der neuen Azubis um 23 beziehungsweise 16 Prozent. Insgesamt gab es Ende 2010 den Angaben zufolge 37 000 Azubis in der Baubranche. In Folge der rückläufigen Anfängerzahlen in den Ausbildungsjahren 2008/2009 und 2009/2010 ist die Zahl im Vergleich zu 2009 um rund drei Prozent gesunken. dpa

Viele Angebote zur Berufsbildung von Jugendlichen sind nicht effektiv

Die Bildungsangebote für Jugendliche zwischen Schule und Ausbildung sind nach Ansicht von Experten reformbedürftig. Der Einsatz von Geld und Personal sei oft uneffektiv, kritisieren fast 90 Prozent der befragten Fachleute, wie die Bertelsmann Stiftung kürzlich in Gütersloh mitteilte. Mehr als drei Viertel beklagten, dass die zahlreichen Maßnahmen und Bildungsgänge kaum noch zu überblicken seien. Für eine Studie des Bundesinstitutes für Berufsbildung und der Bertelsmann Stiftung wurden bundesweit 500 Bildungsexperten befragt.epd

1 Kommentar

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben