NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Telekom-Vorstand geht zu Thyssen

Bonn - Telekom-Vorstand Guido Kerkhoff scheidet vorzeitig aus und soll neuer Finanzchef beim Stahl- und Industriegüterkonzern Thyssen-Krupp werden. Das teilte die Telekom am Montag in Bonn mit. Kerkhoff ist bei der Telekom für Europa zuständig. Er habe den Aufsichtsrat gebeten, seinen noch drei Jahre laufenden Vertrag zu lösen. dpa

Abramowitsch ist nur noch fünfter

Moskau - Roman Abramowitsch (44), Besitzer des englischen Fußballvereins FC Chelsea, hat seinen Spitzenplatz unter den reichsten Russen verloren. Der Oligarch besitze ein Vermögen von etwa 17,1 Milliarden US-Dollar und liege damit nur noch auf dem fünften Platz der Geldrangliste, schrieb die russische Zeitschrift „Finans“ auf ihrer Internetseite. Reichster Russe ist nach wie vor der Stahlmagnat Wladimir Lissin (54), der sein Vermögen von 18,8 auf 28,3 Milliarden Dollar vermehrte. Abramowitsch häufte im Vergleich zum Vorjahr 100 Millionen Dollar mehr an. Das war aber deutlich weniger bei als anderen Oligarchen. dpa

LG setzt auf 3-D und Android

Barcelona - Zum Start der Branchenmesse „Mobile World Congress“ in Barcelona kündigte der Computer-Hersteller LG Electronics am Montag eine Reihe neuer Android-Smartphones an, darunter das Flaggschiff „Optimus 3D“. Mit dem „LG Pad“ will sich das Unternehmen zudem im derzeit boomenden Markt der Tablet-Computer aufstellen. Für genügend Inhalte will LG mit einem speziellen 3-D-Kanal auf der Video-Plattform Youtube sorgen. Das Smartphone soll mit einem 4,3 Zoll großen Display und mit Googles Betriebssystem Android ausgestattet sein. Mit einem Preis von rund 1000 Euro siedelt LG das Pad allerdings im gehobenen Marktsegment an. dpa

MTU hofft auf A 320

München - Der Münchener Triebwerksbauer MTU Aero Engines erhofft sich durch die Neumotorisierung des Airbus-Modells A320 Milliardenaufträge. Sollte das Konsortium um Pratt & Whitney, zu dem MTU gehört, den Zuschlag bekommen, werde der bayerische Konzern davon erheblich profitieren, kündigte Vorstandschef Egon Behle im Interview mit „Capital“ an. Allein durch diesen Auftrag für den sogenannten A320neo stünden MTU in den kommenden 15 Jahren zwölf Milliarden Euro mehr Umsatz ins Haus. MTU liefert bereits im Rahmen einer Firmengruppe Turbinenbestandteile für die bisherige A320-Generation. rtr

Netzagentur darf 11861 abschalten

Köln - Die Abschaltung der Rufnummer „11861“ auf Anordnung der Bundesnetzagentur ist rechtmäßig. Das Verwaltungsgericht Köln lehnte nach eigenen Angaben vom Montag den Eilantrag eines Unternehmens gegen die Abschaltung der Nummer ab, die früher für Auskünfte der Deutschen Bahn genutzt wurde. Begründet wurde dies unter anderem mit der Dauer der vorgeschriebenen Preisansage von einer Minute und 47 Sekunden. Auch das Gericht befand, dies sei deutlich zu lang und verursache dem Anrufer unzulässig hohe Kosten. (Az.: 1 L 1908/10) Bereits gezahlte Entgelte müssen dem Verbraucher allerdings nicht zurückerstattet werden. AFP

Bilfinger Berger übertrifft Ziele

Mannheim - Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger hat im vergangenen Jahr seine selbst gesteckten Ziele klar übertroffen und blickt optimistisch auf 2011. Grund seien Verkaufserlöse, starke Dienstleistungsgeschäfte und eine weitere Belebung des Baugeschäfts, teilte der Konzern am Montag in Mannheim mit. Der Gewinn kletterte auf 284 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 140 Millionen. Die Bauleistung legte um fünf Prozent auf 8,123 Milliarden Euro zu. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verdoppelte sich von 173 auf nahezu 343 Millionen Euro. Angepeilt war eine Leistung von rund acht Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von wenigstens 320 Millionen Euro bei einem Gewinn von mindestens 270 Millionen Euro. dpa

Nokia Siemens sucht Investor

Barcelona - Beim Telekomausrüster Nokia Siemens Networks könnte ein Finanzinvestor ins Boot kommen. Darüber sprechen die Mutterkonzerne Siemens und Nokia, wie Unternehmenschef Rajeev Suri am Montag auf dem „Mobile World Congress“ in Barcelona sagte. Ein vollständiger Verkauf sei nicht im Gespräch. Nokia und Siemens hatten ihre Netzausrüster-Sparten vor fünf Jahren zusammengelegt, das Gemeinschaftsunternehmen erwirtschaftete bisher jedoch eher enttäuschende Gewinne. Suri sieht Nokia Siemens Networks (NSN) nach einer Durststrecke aber auf gutem Kurs und setzt auf mobiles Breitband, um Marktanteile zurückzuerobern. dpa

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