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Siemens investiert in Saudi-Arabien

München - Siemens will in Saudi-Arabien ein neues Fertigungs- und Servicezentrum für Gasturbinen errichten und dafür mehrere hundert Millionen Dollar investieren. Binnen 18 Monaten soll die neue Fabrik im Osten des Landes fertig sein, teilte Siemens mit. In der Folge sollen mehr als 1000 Arbeitsplätze entstehen. Bisher macht Siemens wenig Geschäft mit Gasturbinen in Saudi-Arabien. Mit dem Projekt will der Konzern die traditionelle Vorherrschaft des US-Rivalen General Electric in dem Land beenden. Der Konzern schätzt das Marktvolumen für Gasturbinen in dem Land in den kommenden vier Jahren auf jährlich 1,6 Milliarden Euro. Da mit dem Projekt quasi ein zusätzlicher Markt erobert werden soll, sei die Auslastung der anderen Gasturbinenwerke – der Hauptstandort ist Berlin – nicht betroffen, sagte ein Sprecher. vis

Chevron soll Milliarden zahlen

Puebla - Ein Gericht in Ecuador hat den amerikanischen Ölkonzern Chevron wegen Zerstörung des Regenwaldes zu einer Strafe von acht Milliarden Dollar verurteilt. Das Unternehmen Texaco, das 2001 von Chevron aufgekauft wurde, soll bei der Ölförderung Millionen Hektar Regenwald im Amazonasgebiet mit giftigem Abwasser verseucht haben. Der Konzern will Berufung einlegen. Umweltschützern zufolge übertrifft der im Amazonas angerichtete Schaden um ein Zehnfaches die Folgen des BP-Bohrturmunfalls im Golf von Mexiko vom Vorjahr. Der Rechtsstreit um den größten Umweltskandal im Erdölgeschäft hatte sich 18 Jahre hingezogen. swe

Busreisende bekommen mehr Rechte

Straßburg - In der EU sollen künftig auch Passagiere von Fernbussen Anspruch auf Entschädigungen bei verspäteten oder ausgefallenen Fahrten haben. Darauf zielt eine Neuregelung ab, die vom Europaparlament am Dienstag verabschiedet wurde. Sie gilt für Reisen mit Linienbussen von mindestens 250 Kilometern. Für grenzüberschreitende Fahrten innerhalb der EU soll das neue Gesetz spätestens im März 2013 in Kraft treten. Busunternehmen müssen dann Fahrgäste bei Stornierungen, Überbuchungen oder einer um mindestens zwei Stunden verspäteten Abfahrt entschädigen. AFP

Surfen im Ausland wird billiger

Barcelona - Die Telekom und Telefónica O2 verbessern zum Sommer ihre Konditionen für das mobile Internetsurfen im Ausland. Vodafone hat bereits im Herbst 2010 eine Daten-Flatrate für Privatkunden im Ausland eingeführt, zur Cebit im März sollen Pauschaltarife für Unternehmen hinzukommen. Die Telekom stellte auf dem Mobile World Congress in Barcelona ein neues Tarifsystem vor, bei dem man bereits ab 1,95 Euro pro Tag in allen EU-Ländern online gehen kann. O2-Kunden erhalten zum bisherigen Europa-Tarif von 5,12 Euro nicht mehr nur ein Megabyte, sondern elf. Zudem teilte die Firma mit, dass sie ab 1. April unter Telefónica Germany firmieren wird.dpa

HRE schreibt schwarze Zahlen

München - Die verstaatlichte Immobilienbank Hypo Real Estate hat durch die Auslagerung ihrer Altlasten in eine Bad Bank die Rückkehr zu schwarzen Zahlen geschafft. Nach vorläufigen Zahlen sei im vierten Quartal in allen Konzernteilen ein positives Ergebnis erreicht worden, teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit. Für die Kernbank Deutsche Pfandbriefbank rechnet die HRE mit einem Ergebnis vor Steuern von mehr als 90 Millionen Euro. In die Bad Bank hatte die HRE Risikopapiere im Volumen von 173 Milliarden Euro ausgelagert.dpa



Daimler darf Lkw in China fertigen

Straßburg/Brüssel - Die EU-Kommission genehmigte am Dienstag in Straßburg das geplante Gemeinschaftsunternehmen zwischen Daimler und dem chinesischen Nutzfahrzeughersteller Foton. Mit dem Schritt wollen die Stuttgarter den chinesischen Markt erschließen und bald in China Lastwagen bauen und verkaufen. Bereits im Juli 2010 hatte Daimler von der chinesischen Regierung die Genehmigung bekommen. Parallel wurde bekannt, dass Daimler im ersten Halbjahr 2011 rund 1300 neue Jobs an seinen Lkw-Standorten in den USA und Mexiko schaffen will. Grund für die Neueinstellungen seien die stark anziehenden Auftragseingänge und der damit verbundene Produktionsanstieg, teilte Daimler am Dienstag in Stuttgart mit. dpa

Fleischproduktion auf Rekordhoch

Frankfurt am Main - Deutsche Lebensmittelhersteller haben im vergangenen Jahr so große Mengen an Fleischprodukten hergestellt wie nie zuvor. Die Unternehmen produzierten 2010 rund acht Millionen Tonnen Fleischerzeugnisse, 3,9 Prozent mehr als 2009, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Den größten Anteil an der Produktion machte demnach mit 67,8 Prozent das Schweinefleisch aus. Dessen Verwendung sei um 3,8 Prozent auf gut 5,4 Millionen Tonnen gestiegen. Hierfür seien mehr als 58 Millionen Schweine geschlachtet worden – ebenfalls Rekord. 17,2 Prozent der Fleischprodukte bestanden aus Geflügel, 14,8 Prozent aus Rindfleisch. AFP

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