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Schornstein nachrüsten

Nachtspeicherheizungen werden nach und nach abgeschafft. Die betreffenden Gebäude sind an das Fernwärmenetz angeschlossen und haben oft keinen Schornstein. Muss der nun aufwendig nachgerüstet werden? Experten geben Entwarnung. Statt eines klassischen Schornsteins reiche vielen modernen Öl-, Gas- oder Pelletheizungen eine einfache Abgasleitung, sagt Frank Ebisch, Sprecher des Zentralverbandes Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK) in St. Augustin bei Bonn. Diese werde oft in Form eines Edelstahlrohrs an der Außenwand verlegt. „Auch für die Abgase von Kaminöfen kann nachträglich ein Rohr an der Fassade befestigt werden“, sagt Michael Toplak von der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kachelofenwirtschaft in St. Augustin. Bei dieser Lösung muss der Ofen allerdings an der Außenwand stehen, andernfalls muss doch ein Schornstein eingezogen werden. Das dauere aber nur ein bis zwei Tage, sagt Wolfgang Wegener, Geschäftsführer der Initiative Pro Schornstein im bayerischen Niederbergkirchen. Obwohl der Schornstein durchs Haus führe und Decken und Dach durchbrochen werden müssten, falle dank moderner Techniken nur relativ wenig Schmutz an. dpa

Eigentümer sanieren energetisch

Für die energetische Modernisierung ihres Ein- oder Zweifamilienhauses geben Eigentümer im Schnitt rund 22 000 Euro aus. Das ergab eine Analyse der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg im Auftrag des LBS-Infodienstes „Bauen und Finanzieren“. Die meisten investieren das Geld demnach in eine Erneuerung der Heizung (47 Prozent) und der Fenster (44 Prozent). Knapp jeder Vierte setzte auch auf erneuerbare Energiequellen (24 Prozent). 22 Prozent dämmten das Dach besser. Der Analyse zufolge machten sich die Investitionen bezahlt: Von den durchschnittlichen Kosten in Höhe von etwa 1800 Euro im Jahr wurden rund 560 Euro gespart.dpa

Solaranlage genehmigen lassen

Bevor Eigentümer sich eine Solaranlage aufs Dach setzen, sollten sie klären, ob eine Baugenehmigung nötig ist. In Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind die Anlagen zum Teil genehmigungspflichtig – und zwar dann, wenn der überwiegende Teil des produzierten Stroms ins öffentliche Netz gespeist werden soll. Darauf weist die Stiftung Warentest in Berlin in ihrer Zeitschrift „Finanztest“ hin (Ausgabe März 2011). Eigentümer in Bayern, Baden- Württemberg, Berlin, Bremen und Hamburg müssen sich dagegen keine Baugenehmigung erteilen lassen – auch dann nicht, wenn sie ihren Strom komplett an einen Netzbetreiber weitergeben. Die Stiftung rät, vor dem Neubau einer Solaranlage bei den örtlichen Behörden nach der geltenden Rechtslage zu fragen. dpa

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