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Jeder dritte Arzt ist mit seinem Beruf unzufrieden



Mehr als jeder dritte Arzt (34 Prozent) in Deutschland ist unzufrieden mit seiner beruflichen Lage. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von TNS Infratest. Von den niedergelassenen Ärzten sind sogar fast die Hälfte (44 Prozent) mit ihrer beruflichen Situation nicht zufrieden. Im Auftrag der Commerzbank wurden 300 Ärzte befragt, davon 140 niedergelassene und 160 angestellte Mediziner. Die Ärzte mit eigener Praxis belastet vor allem der bürokratische Verwaltungsaufwand – über diesen klagt mehr als die Hälfte (54 Prozent). Die Angestellten stört eher die hohe Arbeitsbelastung: Fast zwei Drittel (64 Prozent) sind deshalb unzufrieden. Die Zukunft ihres Berufes sehen die Ärzte eher kritisch: Nur knapp jeder Vierte (23 Prozent) glaubt, dass der Beruf weiterhin attraktiv bleiben wird. dpa

Ingenieure finden nach bis zu elf Bewerbungen eine neue Stelle

Für berufstätige Ingenieure ist es derzeit leichter denn je, die Stelle zu wechseln. Mussten sie 2006 für einen erfolgreichen Wechsel noch 29 Bewerbungen schreiben, waren dafür jüngst noch elf nötig. Das hat eine Befragung des Marktforschungsinstituts IRES ergeben. Bei fast der Hälfte (44 Prozent) der Befragten, die in den vergangenen ein bis zwei Jahren eine neue Stelle gesucht hatten, reichten dafür sogar fünf Bewerbungen. Im Auftrag der „VDI Nachrichten“ wurden 251 berufstätige Ingenieure befragt. dpa

Daten in sozialen Netzwerken gehören nicht dem Arbeitnehmer

„Meine Daten gehören mir“ – so denken viele Arbeitnehmer. Aber das ist nicht automatisch so. Wer etwa am Arbeitsplatz im Auftrag seiner Firma Geschäftskontakte über soziale Netzwerke wie Xing pflegt, kann über die Daten nicht komplett verfügen. „Wenn der Betreffende aus dem Betrieb ausscheidet, stellt sich die Frage, was er dann damit macht“, sagte Nathalie Oberthür, Fachanwältin für Arbeitsrecht in Köln. Einfach mitnehmen darf er sie nicht: „Das sind schließlich Arbeitsergebnisse“, so Oberthür. Er darf das im Rahmen der Arbeit geführte Adressbuch und die Geschäftskontakte nicht für sich beanspruchen. dpa

Wer in der Freizeit nicht an den Job denkt, lebt zufriedener

Wer am Wochenende und im Urlaub vom Beruf abschaltet, fühlt sich weniger erschöpft und ist mit seinem Leben insgesamt zufriedener als jemand, den die Arbeit auch privat nicht loslässt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Psychologin Charlotte Fritz von der Portland State University, wie die in Weinheim erscheinende Zeitschrift „Psychologie heute“ in ihrer Februarausgabe berichtet. Die Forscherin rät, in der Freizeit keine beruflichen Telefonate zu führen und E-Mails zu beantworten. Basis der Untersuchung war die Befragung von rund 100 amerikanischen Verwaltungsangestellten, deren Freunden und Kollegen.KNA

Arbeitgeber haben oft Vorbehalte

gegen Mütter

Viele Arbeitgeber haben bei der Stellenvergabe immer noch Vorbehalte gegenüber Frauen mit Kindern. Das hat eine Umfrage des Bürodienstleisters Regus unter 433 leitenden Angestellten ergeben. Jeder Dritte (33 Prozent) davon fürchtet, dass Mütter womöglich nicht mehr so flexibel und engagiert sind. Und jeden Sechsten (17) schreckt der Gedanke ab, dass Frauen bei der Rückkehr in den Beruf nicht mehr die aktuellen Anforderungen erfüllen könnten. dpa

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