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Bundesbank hat große Außenstände

Frankfurt am Main - Die Deutsche Bundesbank hat im Euro-Raum Forderungen in dreistelliger Milliardenhöhe offen. Innerhalb der Währungsunion beliefen sich die Außenstände 2010 auf 338 Milliarden Euro, teilte die Notenbank am Freitag mit. Im Jahr 2006 seien es lediglich 18 Milliarden Euro gewesen. Beim überwiegenden Teil handele es sich um Nettoforderungen gegenüber anderen Notenbanken des Euro-Raums. Sie stünden mit insgesamt 326 Milliarden Euro bei dem deutschen Institut in der Kreide. Die Europäische Zentralbank (EZB) erklärte am Freitag, sie habe in dieser Woche außergewöhnlich hohe Notkredite vergeben müssen. Sie seien von 15,8 Milliarden Euro am Mittwoch auf mehr als 16 Milliarden Euro am Donnerstag angestiegen. AFP

Illegale Staatshilfen zurückgefordert

Brüssel - Die EU-Staaten haben im vergangenen Jahr über eine halbe Milliarde Euro illegale Staatshilfen zurückgefordert. In Deutschland habe es zum 31. Dezember 2010 sieben Fälle gegeben, in denen die Bundesrepublik zu Unrecht vergebene Zahlungen zurückfordern muss, wie die EU-Kommission am Freitag mitteilte. Im Vergleich rangiere Deutschland damit auf Rang drei, nur Spanien und Italien hatten mit 15 und 14 Fällen noch mehr Rückforderungen zu erfüllen. Die EU-Kommission erklärt Beihilfen an die Wirtschaft für rechtswidrig, wenn sich dadurch ihrer Ansicht nach ungleiche Wettbewerbsbedingungen ergeben. AFP



Megabörse mit weniger Verwaltung

Frankfurt/New York - Die Machtverhältnisse bei der Deutschen Börse nach einer Fusion mit der NYSE Euronext sind nur bis 2016 festgezurrt. Dann soll der Verwaltungsrat der neuen Megabörse von insgesamt 17 auf zwölf Personen verkleinert und die zugunsten der Deutschen Börse eingeräumte Proporzregel von zehn zu sieben aufgehoben werden. Das geht aus einem Dokument für Die US-Börsenaufsicht SEC hervor. dpa

Durchsuchung bei VW-Manager

Frankfurt am Main - Wegen der Sponsoring-Affäre bei Volkswagen und der Deutschen Telekom hat die Staatsanwaltschaft das Büro von VW-Einkaufsvorstand Francisco Javier Garcia Sanz durchsucht. Das berichtete das „Handelsblatt“ am Freitag unter Berufung auf Unternehmenskreise. Die Ermittler sähen den Vorstand aber nur als Zeugen. „Herr Garcia Sanz gehört nicht zu den Beschuldigten“, zitierte die Zeitung die zuständige Stuttgarter Staatsanwältin Claudia Krauth. Ein VW-Sprecher wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. rtr

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