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Fußball treibt Umsatz mit Fernsehern

Nürnberg - Technische Neuheiten und die Fußball-WM haben die Kassen der Unterhaltungselektronikbranche im Jahr 2010 klingeln lassen. Deutsche Verbraucher hätten im abgelaufenen Jahr für TV-Geräte, Kameras, Notebooks und Handys im Vorjahr mit 25,8 Milliarden Euro 6,2 Prozent mehr ausgegeben als im Jahr 2009. Das berichtete der Aufsichtsratschef der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (GfU), Rainer Hecker, am Sonntag. 2009 hatte der Umsatz der Branche stagniert. Für 2011 geht Hecker dagegen nur noch von knapp drei Prozent Zuwachs aus, vorausgesetzt, die Wirtschaft entwickele sich weiter so positiv wie derzeit. dpa

Junghans-Uhren wieder gefragt

Schramberg - Beim Schwarzwälder Uhrenhersteller Junghans haben die Geschäfte zwei Jahre nach der Insolvenz wieder spürbar angezogen. Der Umsatz sei 2010 zweistellig gewachsen, unter dem Strich habe ein kleiner Gewinn gestanden, sagte Geschäftsführer Matthias Stotz. Konkrete Zahlen wollte er aber nicht nennen. Früheren Angaben zufolge dürfte der Umsatz bei knapp 20 Millionen Euro gelegen haben. Von der einst weltgrößten Uhrenfabrik in Schramberg (Kreis Rottweil) ist inzwischen nur noch ein Werk mit 96 Mitarbeitern übrig. Zum 150. Firmenjubiläum in diesem Jahr will Junghans vor allem mit hochwertigen mechanischen Uhren deutlich wachsen. dpa

Metro bleibt Ägypten treu

Frankfurt am Main - Der deutsche Handelskonzern Metro will sich trotz Plünderungen in seinen Supermärkten nicht aus Ägypten zurückziehen. Kürzlich waren dort im Zuge der Unruhen zwei Geschäfte von Metro verwüstet worden. „Einer unserer beiden Märkte wurde zwar komplett zerstört. Aber der zweite steht noch und wurde bereits wieder eröffnet“, sagte Metro-Vorstand Joël Saveuse der „Wirtschaftswoche“. Es müsse sich zeigen, wie sich die neue Regierung verhalte. „Wenn Ägypten bald wieder zu Stabilität und Normalität zurückkehrt, bleibt das Land mit rund 80 Millionen Einwohnern interessant für uns.“ Metro war im Juni 2010 unter dem Markennamen Makro in dem Land gestartet. rtr

Kabel BW forciert Börsengang

Frankfurt am Main - Neben Hapag- Lloyd könnte es in Deutschland mit Kabel BW noch vor Ostern zu einem zweiten Börsengang im Milliardenvolumen kommen. Wenn der schwedische Finanzinvestor EQT sich in den nächsten beiden Wochen gegen einen Direktverkauf des baden-württembergischen Kabelnetzbetreibers entscheide, solle Kabel BW bereits in den ersten drei Aprilwochen an die Börse gebracht werden, sagten zwei mit den Planungen vertraute Personen. EQT treibt bisher beide Schritte parallel voran. Fünf Interessenten hatten Finanzkreisen zufolge vergangene Woche Gebote abgegeben. EQT will mindestens drei Milliarden Euro für den drittgrößten deutschen Kabelnetzbetreiber erlösen. rtr

Karmann-Abwicklung vor Abschluss

Düsseldorf - Die Abwicklung des Osnabrücker Traditionsunternehmens Karmann steht vor dem Abschluss. Mit der Metallgruppe soll der letzte noch beim Insolvenzverwalter verbliebene Teil an diesem Montag den Besitzer wechseln. „Nach Lage der Dinge werden die rund 300 Mitarbeiter der Metallgruppe spätestens mit Abschluss des geplanten Übergangs an Volkswagen Ende Februar übergehen“, sagte Karmanns Insolvenzverwalter Ottmar Hermann dem „Handelsblatt“. Volkswagen und Hermann sind sich dem Vernehmen nach einig. Montag muss noch Karmanns Gläubigerausschuss der Entscheidung zustimmen. HBSITZ DER GFU]

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