NACHRICHTEN   :   NACHRICHTEN  

IKB kommt nicht ohne Hilfe klar

Düsseldorf - Mehr als drei Jahre nach dem Ausbruch der Finanzkrise ist die Mittelstandsbank IKB weiter auf Staatshilfe angewiesen. Die Bank, die noch immer zum Verkauf steht, nutzt Garantien des Bundes in Höhe von 9,6 Milliarden Euro. Das geht aus dem am Montag veröffentlichten Quartalsbericht hervor. Anfang Oktober seien Garantien in Höhe von 400 Millionen Euro zurückgegeben worden. Die Garantien, die zwischenzeitlich zwölf Milliarden Euro umfassen, dienten 2008 und 2009 als Sicherheit, damit sich die Bank Liquidität besorgen konnte. Für die Monate Oktober bis Dezember weist die IKB unter dem Strich einen Gewinn von 101 Millionen Euro aus. Die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2010/11 zusammengenommen (1. April bis 31. Dezember) entstand ein Verlust von 132 Millionen Euro. dpa

Google verliert Zigtausende E-Mails

Mountain View - Weltweit schätzungsweise 150 000 Nutzer des E-Mail-Dienstes von Google haben aufgrund einer technischen Störung offenbar Daten verloren. Berichten auf Internetforen zufolge meldeten Nutzer, bei ihnen seien E-Mails verschwunden. Die Google-Zentrale in Mountain View (Kalifornien) teilte am Montag im Internet mit, dass Problem betreffe weniger als 0,08 Prozent der Nutzer. Experten arbeiteten an der Reparatur der Konten. Weltweit nutzen nach Schätzungen rund 200 Millionen Nutzer den E-Mail-Dienst des Internet-Konzerns. Wie viele deutsche Nutzer von dem Problem betroffen sind, konnte das Unternehmen nicht sagen. AFP

Finanzinvestoren mögen Deutschland

Frankfurt am Main - Deutschland ist in der Gunst von Finanzinvestoren enorm gestiegen. Binnen weniger Jahre habe sich das Image Deutschlands komplett gedreht, berichtete die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse-Coopers am Montag aus einer Umfrage unter knapp 200 Private-Equity-Gesellschaften. Noch 2008 hätten die negativen Einschätzungen die positiven deutlich überwogen. Inzwischen hielten 52 Prozent der Befragten die Rahmenbedingungen hierzulande für gut oder sehr gut, nur noch 15 Prozent bewerteten sie als schlecht oder sogar sehr schlecht.   dpa

Zeitarbeiter dürfen nachfordern

Erfurt - Der deutschen Zeitarbeitsbranche drohen Nachforderungen in Milliardenhöhe. Alle von der Tarifgemeinschaft Christlicher Zeitarbeitsgewerkschaften abgeschlossenen Tarifverträge sind nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) unwirksam. Dies gelte der schriftlichen Urteilsbegründung vom Montag zufolge auch rückwirkend für Verträge ab 2003, sagte ein BAG-Sprecher. Wegen der Verjährungsfrist könnten Zeitarbeiter mit Verträgen seit 2005 Nachzahlungen fordern. Auch die Sozialversicherungsträger können Nachforderungen erheben. Die obersten Arbeitsrichter hatten der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen die Tariffähigkeit abgesprochen. dpa



Opel streicht weniger Stellen

Rüsselsheim - Der Autobauer Opel will weniger Arbeitsplätze streichen als ursprünglich zur Konzernsanierung vorgesehen. An einigen Stellen werde der Konzern 2011 sogar Mitarbeiter einstellen, kündigte Betriebsratschef Klaus Franz in der Fachzeitschrift „Automotive News Europe“ an. Wie bereits im vergangenen Jahr würde Opel rund 400 Ingenieure einstellen, im Werk in Rüsselsheim würden außerdem 400 Arbeitsplätze geschaffen, um ab Herbst in drei Schichten zu arbeiten. Die zur Sanierung anvisierte Streichung von rund 8000 Arbeitsplätzen würde aus drei Gründen geringer ausfallen als bisher bekannt: Zum einen würde der Autobauer viele Komponenten in den eigenen Werken fertigen, zweitens brumme die Nachfrage nach den Modellen Astra und Insignia. Drittens müssten die starken Jahrgänge 1952 bis 1954 ersetzt werden, die in Altersteilzeit gehen. AFP

Online-Werbung nimmt zu

Düsseldorf - Der Markt der Online-Werbung in Deutschland hat erstmals das Anzeigengeschäft der Zeitungen überholt. Die Bruttoausgaben für Banner oder Suchmaschinenwerbung stiegen im vergangenen Jahr um 26 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro und erreichten damit einen Anteil von 19,2 Prozent am gesamten Werbevolumen, wie der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) am Montag mitteilte. In diesem Jahr erwartet die Branche eine weitere Steigerung um 16 Prozent auf mehr als sechs Milliarden Euro. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben