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Energie treibt Preise in der Eurozone

Luxemburg - Trotz anziehender Ölpreise ist die Inflation in den Euro-Ländern im Januar weniger stark gestiegen als zunächst angenommen. Die jährliche Teuerungsrate betrug 2,3 Prozent statt der zunächst geschätzten 2,4 Prozent, teilte das Europäische Statistikamt Eurostat am Montag in Luxemburg mit. Wichtigster Preistreiber waren Benzin, Öl und Strom. Im Dezember 2010 hatte der Wert 2,2 Prozent betragen. Nach wie vor verharrt die Inflation auf dem höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. In der gesamten EU lag die Inflation im Januar unverändert bei 2,7 Prozent. Damit verharrt die Teuerung weiterhin deutlich über der wichtigen Marke von zwei Prozent. dpa

Schienen-Güterverkehr legt zu

Berlin - Der Güterverkehr auf deutschen Schienen hat im Aufschwungjahr 2010 fast wieder an die Boomzeiten vor der Krise angeknüpft. Der Transport kletterte um 14 Prozent auf 355,7 Millionen Tonnen und damit binnen Jahresfrist so stark wie nie, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. So wurde der Einbruch von rund 16 Prozent aus dem Rezessionsjahr 2009 fast wettgemacht, der Rekordwert von 2008 von 371,3 Millionen Tonnen aber noch nicht wieder erreicht. rtr

Katar rettet spanische Sparkassen

Doha/Madrid - Der Wüstenstaat Katar verhilft den kriselnden Sparkassen in Spanien zu einer Kapitalspritze von 300 Millionen Euro. Dies sagte Regierungschef Hamad bin Dschassim al Thani am Montag seinem spanischem Amtskollegen José Luis Rodríguez Zapatero in Doha zu. Die beiden Regierungschefs ließen nach spanischen Medienberichten jedoch offen, in welche Geldinstitute die Millionen aus dem Ölstaat fließen sollen. Ein großer Teil der spanischen Sparkassen steckt aufgrund des abrupten Endes des Baubooms in einer Krise und benötigt dringend neue Finanzmittel. Zapatero wollte von Katar in die Vereinigten Arabischen Emirate reisen, um auch dort für Investitionen in Spanien zu werben. Am Mittwoch will der Ministerpräsident Tunesien als erster westliche Regierungschef nach dem Sturz des Regimes von Zine el Abidine Ben Ali besuchen. dpa

Zum Billigpreis ins Krisengebiet

Frankfurt am Main - Trotz der unsicheren Lage in der tunesischen Hauptstadt Tunis fliegt der Reiseveranstalter Thomas Cook (Neckermann Reisen) wieder Touristen in das nordafrikanische Land. Am Montagabend würden rund 90 Urlauber auf die Ferieninsel Djerba fliegen, teilte das Unternehmen am Montag mit. „Das Land ist in unserem Portfolio sehr wichtig. Ich hoffe, dass viele Gäste das Vertrauen in das Land bald wieder zurückgewinnen“, sagte Cook-Deutschlandchef Peter Fankhauser. Um Touristen in das Land zu locken, bietet Cook die Reisen teilweise um die Hälfte billiger an. „Das ist die einzige Möglichkeit, so viele Kunden wie möglich so schnell wie möglich zu gewinnen“, sagte Fankhauser. rtr

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