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EU will mehr Frauen in Vorständen

Brüssel - Die EU-Kommission setzt den Unternehmen bei der Förderung von Frauen in Führungspositionen die Pistole auf die Brust. „In den kommenden zwölf Monaten gebe ich der Selbstregulierung eine letzte Chance“, erklärte EU-Justizkommissarin Viviane Reding am Dienstag. Die börsennotierten Unternehmen sollten sich selbst dazu verpflichten, den Frauenanteil in den Vorständen bis 2015 auf 30 Prozent und bis 2020 auf 40 Prozent zu steigern. Zum Frauentag am 8. März 2012 werde die Kommission prüfen, ob es Fortschritte in diese Richtung gegeben habe. „Wenn es nicht passiert, können Sie auf meine regulatorische Kreativität setzen“, erklärte Reding nach einem Treffen mit Chefs europäischer Großunternehmen aus zehn EU-Staaten. Als einziger Vertreter aus Deutschland hatte BASF-Vorstandschef Jürgen Hambrecht daran teilgenommen.rtr

Bundesbank hat keine Einwände

Frankfurt am Main - Die Bundesbank legt dem bisherigen Wirtschaftsberater von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Jens Weidmann, bei seinem Wechsel an die Spitze der Notenbank keine Steine in den Weg. Bei seiner Anhörung am Dienstag konnte Weidmann den Bundesbankvorstand ebenso überzeugen wie die als Vizepräsidentin vorgesehene bisherige Bankenaufseherin Sabine Lautenschläger. „Der Vorstand hat gegen beide Kandidaten keine Einwände erhoben und freut sich auf die Zusammenarbeit mit ihnen“, teilte die Bundesbank in Frankfurt mit. Das Ergebnis der Anhörungen sei der Bundesregierung mitgeteilt worden. dpa

US-Schulden in China wachsen

Washington - Die USA stehen bei China deutlich stärker in der Schuld als bisher angenommen. Insgesamt hält die Volksrepublik gut ein Drittel mehr US-Staatsanleihen als noch vor wenigen Wochen veranschlagt, wie das US-Finanzministerium in der Nacht zum Dienstag mitteilte. Grund ist, dass China Staatsanleihen in großem Volumen auch außerhalb der USA am Markt kauft. Damit sind die beiden wirtschaftlichen Supermächte enger miteinander verbunden als bisher angenommen. Mit 1,16 Billionen Dollar hielt im Dezember kein Land mehr US-Papiere als China. Das US-Finanzministerium korrigierte seine Zahlen, um auch die im Ausland erworbenen Staatsanleihen richtig zuzuordnen. Vor allem in Großbritannien ging China auf Einkaufstour. Insgesamt standen die USA im Ausland per 30. Juni 2010 mit 10,7 Billionen Dollar in der Kreide, gut elf Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. rtr

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