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Frauen in Führungspositionen

sind seltener verheiratet



Die Führungsetagen deutscher Unternehmen sind fest in Männerhand – und wenn es Frauen ganz nach oben schaffen, sind sie seltener verheiratet als Männer im Top-Management. Das zeigt eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Die in Führungspositionen üblichen langen Arbeitszeiten ließen sich mit Kindererziehung kaum in Einklang bringen, sagte DIW-Forschungsdirektorin Elke Holst. Zwar seien Frauen heute qualifiziert wie nie, doch ihre Chancen seien schlechter. Analysen zeigten, dass wesentlich weniger weibliche Führungskräfte verheiratet seien als männliche. Demnach waren im Jahr 2009 rund 55 Prozent der weiblichen Führungskräfte ledig, aber nur 38 Prozent der männlichen. dpa

Jeder zweite Arbeitnehmer

wünscht sich mehr Lohn

Auf der Wunschliste deutscher Arbeitnehmer für das laufende Jahr steht mehr Lohn an erster Stelle. Das hat eine repräsentative Umfrage der Beratungsfirma Great Place to Work in Köln ergeben. Jeder zweite Arbeitnehmer (50 Prozent) wünscht sich demnach eine Lohnerhöhung. Bei Beschäftigten zwischen 18 und 29 Jahren sind es sogar 60 Prozent. Insgesamt will gut jeder Fünfte (22) außerdem weniger Stress im Job. Und jeweils etwa jeder Siebte (15) hätte gern mehr Anerkennung von Vorgesetzten sowie weniger Angst vor einem Arbeitsplatzverlust. Befragt wurden 1000 Arbeitnehmer zwischen 18 und 65 Jahren. dpa

Mehr Leistung im Job

soll sich auszahlen

Leistung muss sich im Beruf lohnen – dieser Ansicht sind die meisten Menschen in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Universität Bremen, an der 2332 Personen teilgenommen haben. Neun von zehn (91 Prozent) halten es demnach für gerecht, wenn Beschäftigte, die hart arbeiten, auch mehr verdienen als andere. Dagegen meinen nur 25 Prozent, dass gerechterweise jeder auch ohne eigene Anstrengung bekommen sollte, was er zum Leben braucht. Und lediglich 18 Prozent fänden es gerecht, wenn alle Menschen finanziell gleichgestellt wären. dpa

Tricksen beim Lebenslauf

ist nicht angesagt

Jobsuchende haben es nicht leicht. Der Wettbewerb ist groß, die Bewerbung und vor allem der Lebenslauf müssen imponieren. Unter diesem Druck könnten viele versucht sein, etwas zu dick aufzutragen. Doch weit gefehlt: Eine Online-Umfrage des Karriereportals Monster.de ergab, dass sich 85 Prozent der Deutschen im Lebenslauf strikt an die Fakten halten. Nur zehn Prozent haben bei den Fremdsprachen- und PC-Kenntnissen zu dick aufgetragen, fünf Prozent ein Praktikum erfunden. An der Befragung hatten knapp 5000 Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz teilgenommen. Tsp

Altersgrenzen bei Abfindungen

sind zulässig

Bei Abfindungen in einem Sozialplan sind Sonderregeln für ältere Mitarbeiter zulässig. So sind bei betriebsbedingten Kündigungen geringere Ausgleichszahlungen für Mitarbeiter erlaubt, die schon kurz vor der Rente stehen. Das gilt nicht als verbotene Altersdiskriminierung, wie die Fachzeitschrift „Der Betriebsrat“ erläutert (Ausgabe 3/2011). Sie beruft sich auf zwei Urteile des Bundesarbeitsgerichts (Aktenzeichen: 1 AZR 684/07 und 1 AZR 740/07). dpa

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