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Jobsuchende haben gute Chancen am Arbeitsmarkt



Gute Zeiten für Jobsuchende: Etwa jedes siebte Unternehmen in Deutschland (14 Prozent) will im zweiten Quartal 2011 neue Mitarbeiter einstellen. Nur fünf Prozent planen Stellenstreichungen, wie aus dem kürzlich veröffentlichten „Arbeitsmarktbarometer“ des Personaldienstleisters Manpower hervorgeht. Zu Jahresbeginn wollten noch 13 Prozent der mehr als 1000 befragten Firmen ihr Personal aufstocken, sechs Prozent planten einen Jobabbau. Die besten Aussichten haben laut Studie Bewerber im Bereich Verkehr und Kommunikation. Regional gesehen wollen vor allem Firmen im Ruhrgebiet ihre Belegschaft ausbauen. dpa

Junge Menschen werden

später berufstätig

Junge Menschen treten heute im Schnitt später ins Berufsleben ein als in früher. Das hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden ermittelt. So waren 2009 nur etwas mehr als ein Drittel (36,8 Prozent) der 20- bis 24-Jährigen erwerbstätig – zehn Jahre zuvor waren es mit 44,2 Prozent deutlich mehr. Im Gegenzug sind heute mehr junge Menschen als früher noch in der Ausbildung: In der Altersgruppe von 20 bis 24 befand sich 2009 knapp die Hälfte (47,9) etwa in einer Lehre oder im Studium. 1999 waren es 36,9 Prozent. Gründe dafür seien, dass junge Leute heute eher studieren und dass einige eine Berufsausbildung erst in einem höheren Alter beginnen. dpa

Neue Stellen im Gesundheitswesen sind schlecht bezahlt

Viele neue Jobs in der Gesundheitswirtschaft sind einer Studie zufolge prekär und unterbezahlt. Von 2000 bis 2009 habe die Teilzeitarbeit in der Branche um 60 Prozent zugenommen, teilte das Institut Arbeit und Technik (IAT) der Fachhochschule Gelsenkirchen am Mittwoch mit. Zudem habe es eine Zunahme geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse um 34 Prozent gegeben. Viele der neu entstandenen Arbeitsplätze im Bereich sozialer Dienstleistungen seien als Stellen für Helferinnen und Assistentinnen konzipiert, hieß es. Die Verdienstmöglichkeiten seien oft schlecht. In der Gesundheitsbranche arbeiten demnach 4,6 Millionen Menschen. Internet: www.iat.eu epd

Frauen sind häufiger mit ihrer Karriere zufrieden als Männer

In Deutschland sind deutlich mehr Frauen als Männer zufrieden mit der erreichten Karrierestufe. Laut einer GfK- Umfrage im Auftrag der Unternehmensberatung Accenture fühlen sich 70 Prozent der Arbeitnehmerinnen wohl mit ihrem Arbeitsplatz, 80 Prozent sind zufrieden mit ihrer Sprosse auf der Karriereleiter. Bei den Männern trifft dies nur auf 60 beziehungsweise 65 Prozent zu. Insgesamt wurden 3400 Berufstätige in 29 Ländern befragt, davon je 100 in Deutschland, Österreich und der Schweiz. dpa

Video-überwachte Mitarbeiter erhalten Entschädigung

Wer einen Mitarbeiter permanent per Video überwacht, verletzt dessen Persönlichkeitsrecht. Das muss sich der Betroffene nicht gefallen lassen, wie die Deutsche Anwaltauskunft mitteilt. So hat das Hessische Landesarbeitsgericht (Aktenzeichen: 7 Sa 1586/09) einen Arbeitgeber zur Zahlung einer Entschädigung von 7000 Euro verurteilt, weil er eine Mitarbeiterin über einen längeren Zeitraum an ihrem Arbeitsplatz ständig mit einer Videokamera überwachte. Mit der Klage machte die Mitarbeiterin Schadensersatzansprüche wegen Persönlichkeitsverletzung geltend. dpa

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