NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

ICEs dürfen durch Kanaltunnel fahren



Berlin - ICE-Züge der Deutschen Bahn haben grünes Licht für Fahrten durch den Kanaltunnel bekommen. Ihr Antrieb mit Motoren, die über die gesamte Zuglänge verteilt sind, berge kein Sicherheitsrisiko, wie aus einem Gutachten der Europäischen Eisenbahn-Agentur (ERA) vom Montag hervorgeht. England und Frankreich hatten um ihre Expertise gebeten, weil sie in Streit darüber geraten waren, welche Züge im gemeinsam betriebenen Kanaltunnel fahren dürfen. Die Franzosen finden, dass nur lokbespannte Eurostar-Züge dort fahren dürfen – sie werden vom französischen Hersteller Alstom produziert. Folge der ERA-Studie ist, dass zum einen die Bahn bald Zugverbindungen nach London anbieten kann. Zum anderen kann die Eurostar-Gesellschaft ihren Plan umsetzen, neue Velaro-Züge von Siemens zu kaufen, die eine Weiterentwicklung des ICE 3 sind. brö

Bundesbank für straffere Geldpolitik

Frankfurt am Main - Die Bundesbank macht sich für einen Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes stark. Die Notenbanken stünden „mit dem Abklingen der unmittelbaren Auswirkungen der Krise“ vor der Herausforderung, ihre Stützungsmaßnahmen rechtzeitig zu beenden, schreibt die Bundesbank in ihrem Monatsbericht März. Der Ausstieg sei notwendig, „um die längerfristig schädlichen Nebenwirkungen zu vermeiden“. Die Europäische Zentralbank (EZB) und andere Notenbanken hatten in den jüngsten Krisen die Zinsen deutlich gesenkt. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hatte Anfang März eine Zinserhöhung für April in Aussicht gestellt. dpa

117 000 Fachkräfte gesucht

Berlin - Der deutschen Wirtschaft fehlen mehr als 117 000 so genannte Mint-Fachkräfte. Damit sind Akademiker gemeint, die Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik studiert haben. Alleine im Februar hat sich die Fachkräfte-Lücke um 21 000 Personen vergrößert. Das ergab eine im Auftrag von Arbeitgeberverbänden erstellte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die am Montag vorgestellt wurde. Das IW schlägt die Einführung von zwei verpflichtenden naturwissenschaftlichen Fächern für alle Schüler bis zum Abitur vor, um dem Mangel entgegenzuwirken. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall fordert derweil die Herabsenkung der Gehaltsgrenze von 66 000 Euro, die ein Spezialist aus dem Ausland nachweisen muss, um in Deutschland arbeiten zu können, auf rund 42 000 Euro. sip

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben