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Gagfah droht Milliardenklage

Dresden/Essen - Fünf Jahre nach dem Verkauf des kommunalen Wohnungsunternehmens Woba will Dresden den jetzigen Eigentümer, den börsennotierten Immobilienkonzern Gagfah, wegen Vertragsbruchs auf bis zu 1,06 Milliarden Euro verklagen. Dabei geht es um die beim Verkauf der 48 000 Wohnungen vereinbarten Sozialcharta. Die Gagfah weist die Vorwürfe zurück. Bundesweit haben kommunale und andere öffentliche Eigentümer in den vergangenen Jahren große Wohnungsbestände verkauft. Mit dem Geld – knapp eine Milliarde Euro – hatte sich Dresden als erste deutsche Großstadt von allen Schulden befreit. dpa

Commerzbank-Chef verdient weniger

Frankfurt - Commerzbank-Chef Martin Blessing hat auch im vergangenen Jahr weniger verdient als der Chef der Direktbank-Tochter Comdirect. Wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht von Comdirect hervorgeht, kam Michael Mandel 2010 als Vorstandschef auf ein Einkommen von 539 000 Euro, obwohl er Anfang Dezember zum Mutterkonzern wechselte. Blessings Gehalt ist so lange bei 500 000 Euro gedeckelt wie die Commerzbank vom Staat gestützt wird. rtr

Altana vervielfacht Gewinn

Frankfurt am Main - Die Konjunkturerholung und starke Geschäfte in Asien haben dem Spezialchemiekonzern Altana im vergangenen Jahr zu einem Gewinnsprung verholfen. Der Konzernumsatz stieg um 30 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro und lag damit sogar über dem Niveau des Vorkrisenjahres 2007. Der Gewinn hat sich mit 152,3 Millionen Euro mehr als verdreizehnfacht. Besonders stark entwickelten sich die Geschäfte in Asien, wo Altana 38 Prozent mehr umsetzte als im Krisenjahr 2009. rtr

Atomkraft wird womöglich zu teuer

London - Die Atomkatastrophe in Japan wirkt sich womöglich auch auf die Kernkraftpläne von RWE und Eon in Großbritannien aus. RWE verwies in London auf die von der Regierung beschlossene allgemeine Überprüfung der nuklearen Sicherheit. Sollten die Reaktorhersteller zu deutlich kostspieligeren Nachrüstungen gezwungen werden, müsse das Vorhaben neu auf den Prüfstand gestellt werden. RWE und Eon hatten 2009 angekündigt, bis 2025 Atomkraftwerke mit einer Kapazität von rund sechs Gigawatt in Großbritannien zu errichten. rtr

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