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Wegen Japan Kurzarbeit möglich



Berlin - Als Folge des Erdbebens in Japan prüfen mehrere deutsche Unternehmen derzeit, Kurzarbeit zu beantragen. Sie fürchten, dass ihnen wichtige Bauteile ausgehen, die sie für gewöhnlich aus dem asiatischen Land beziehen und die nun nicht verfügbar seien, sagte eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag. Betroffen sei etwa ein Bagger-Hersteller aus Baden-Württemberg, daneben gehe es um Firmen aus Bayern, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen. Anträge auf Kurzarbeit seien aber noch nicht eingetroffen, hieß es. Die BA könne bis zu zwölf Monate Kurzarbeitergeld zahlen, wenn ein Unternehmen ein Problem mit Lieferanten nachweise. brö

ILA um drei Monate verschoben

Berlin - Die Luftfahrtmesse ILA 2012 wird von Juni auf September verschoben. Die Ausstellung in Schönefeld weicht damit konkurrierenden Messen in Paris und London aus, wie die Veranstalter mitteilten. Damit komme man vor allem den Ausstellern und Besuchern aus der Rüstungsindustrie entgegen. Eine Rolle spiele auch, dass der neue Hauptstadtflughafen erst Anfang Juni 2012 in Betrieb geht – nur zwei Wochen vor dem ursprünglich geplanten Termin Mitte Juni. Die ILA findet alle zwei Jahre statt, nächster Termin ist nun der 11. bis 16. September 2012. dpa

Handel kann auf Kauflaune hoffen

Berlin - Die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) sagt dem deutschen Einzelhandel in diesem Jahr gute Geschäfte voraus. Der Umsatz werde um zwei Prozent auf 406 Milliarden Euro steigen, hieß es in der am Donnerstag veröffentlichten Prognose. „Verteuern sich die Preise in diesem Jahr jedoch relativ stark, kann dies der Kauflaune und damit den Umsätzen im Einzelhandel einen Dämpfer verpassen“, sagte GfK-Expertin Cornelia Lichtner. Die Inflationsrate liegt derzeit mit 2,1 Prozent auf dem höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren und soll weiter steigen. Der Einzelhandelsverband HDE peilt für 2011 ein Umsatzplus von rund 1,5 Prozent an. rtr

Keine Einigung über Löhne am Bau

Berlin - In der Tarifrunde der Bauwirtschaft haben die Arbeitgeber am Donnerstag erstmals ein Angebot für eine Lohnerhöhung vorgelegt. Die rund 700 000 Beschäftigten sollten 1,8 Prozent mehr Lohn und Gehalt bekommen, sagte eine Sprecherin des Dachverbandes HDB. Der Vertrag solle über zwölf Monate laufen. Die Gewerkschaft IG Bau, die 5,9 Prozent mehr fordert, wies das Angebot zurück. „Die 1,8 Prozent sind nicht akzeptabel, das liegt unter der Inflationsrate“, sagte ein IG-Bau-Sprecher. rtr

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