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Preise für Altimmobilien klettern

Günstige Immobilien werden in Deutschland wieder seltener. Anders als in vielen anderen Staaten sei die Nachfrage nach Wohnungen hierzulande nach der Wirtschaftskrise gestiegen, heißt es in einer Bilanz der Landesbausparkassen (LBS) für das letzte Jahr. Die zehn LBS-Immobiliengesellschaften vermittelten 2010 den Verkauf von 31 500 Immobilien im Wert von mehr als 4,5 Milliarden Euro. Dies entspreche im Vergleich zu 2009 einem Wachstum von zehn Prozent. Bei den Altobjekten habe ein Eigenheim im Durchschnitt knapp 150 000 Euro gekostet, Eigentumswohnungen rund 92 000 Euro. „Die Zeit der Schnäppchen bei den Gebrauchtimmobilien geht jedoch zu Ende, denn ihre Preise sind zuletzt weiter angestiegen“, berichtete LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm, „und zwar nach unseren Marktdaten um zwei bis vier Prozent gegenüber dem Vorjahr.“ Neue Ein- und Zweifamilienhäuser kosteten nach der LBS-Übersicht im vorigen Jahr durchschnittlich deutlich mehr als 250 000 Euro, also zwei Drittel mehr als gebrauchte Eigenheime. Neue Eigentumswohnungen waren sogar mehr als doppelt so teuer wie bereits genutzte Wohnungen; sie wechselten im Schnitt für gut 195 000 Euro den Besitzer. dpa

Sorge um Wohnraum im Alter

Viele Menschen in Deutschland haben Angst davor, im Alter keine bezahlbaren und seniorengerechten Wohnungen in Großstädten zu finden. 76 Prozent der Befragten für die Trendstudie „Mietwohn-Index 2011“ des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen erwarten, dass es künftig nicht genügend Wohnungen mit unterstützendem Serviceangebot geben werde. „Für einkommensschwache Haushalte wird die Luft in Großstädten dünn“, sagt Verbandsdirektor Xaver Kroner zu den Ergebnissen der Studie. Auch der bezahlbare Raum für Familien mit Kindern werde knapp, fürchten 80 Prozent der Befragten. Acht von zehn Deutschen machen sich darüber hinaus allgemein Sorgen um einen möglichen Mangel an bezahlbaren Wohnungen in Großstädten. Das seien fünf Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahr. Für den „Mietwohn-Index 2011“ wurden den Angaben zufolge von der GfK Marktforschung bundesweit 1000 Menschen ab 14 Jahren befragt. dpa

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