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Mehr Frauen in die Dax-Aufsichtsräte

Frankfurt am Main - Deutschlands Dax-Unternehmen wollen den Frauenanteil in den Aufsichtsräten einer Studie zufolge in den nächsten Jahren steigern. Mindestens 32 weitere Frauen sollen in die Kontrollgremien einziehen, der Anteil weiblicher Aufsichtsräte soll von 13,4 auf 19,8 Prozent steigen. Das ergab eine am Dienstag vorgestellte Untersuchung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC. Ausgewertet wurden die Selbstverpflichtungen der Unternehmen. Insgesamt soll in 18 der 30 Dax-Konzerne der Frauenanteil steigen. Derzeit seien unter 500 Aufsichtsratsmitgliedern 67 Frauen. Der Untersuchung zufolge vertreten 47 davon die Arbeitnehmer, 20 wurden von den Anteilseignern gewählt. Ein höherer Frauenanteil soll vor allem durch mehr Frauen auf Seiten der Anteilseigner erreicht werden. dpa

Airlines leiden unter Krisen

Genf - Die Luftfahrt bekommt die Auswirkungen der aktuellen Krisen zu spüren. Nach einer Wachstumsdelle im Februar wegen der Unruhen in der arabischen Welt stellt sich die Branche nun auf einen zusätzlichen Dämpfer durch die Katastrophe in Japan ein. Die Umwälzungen im Nahen Osten und in Nordafrika schlugen sich im vergangenen Monat sowohl im Passagierverkehr als auch im Frachtgeschäft nieder, wie der internationale Branchenverband IATA mitteilte. So schwächte sich der Anstieg der Fluggäste von 8,4 Prozent im Januar auf sechs ab. Das Luftfrachtwachstum verlangsamte sich im Februar sogar von 8,7 auf 2,3 Prozent. Hier spielten aber auch Fabrikschließungen wegen des chinesischen Neujahrsfestes eine Rolle. rtr

Rentner leben länger

Berlin - Die Menschheit wird älter. Sind heute 28,4 Prozent der Deutschen über 60, so werden es 2050 voraussichtlich 40 Prozent der Bevölkerung sein. Dies ergab eine am Dienstag veröffentlichte Studie der Allianz SE. Die Deutschen leben bereits heute im Durchschnitt rund 20 Jahre lang im Ruhestand und liegen damit im Mittelfeld der Industriestaaten. Besonders die Pflegekosten würden aufgrund der Alterung zunehmen. Die altersabhängigen Kosten in Deutschland werden der Studie zufolge bis zum Jahre 2060 um rund 4,8 Prozentpunkte vom Bruttoinlandsprodukt ansteigen. sip

IG METALL]Franz verlässt EnBW-Aufsichtsrat

Düsseldorf - Nach dem Wahlsieg von Grün-Rot in Baden-Württemberg will der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz sein Aufsichtsratsmandat beim Energiekonzern EnBW am 19. April niederlegen. Das sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrates der Bundesregierung dem „Handelsblatt“. Die schwarz-gelbe Landesregierung hatte im Dezember vergangenen Jahres 45 Prozent an EnBW übernommen. Franz sitzt auch im Aufsichtsrat von Ernst & Young. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist bei einer EnBW-Tochter mandatiert. „Deswegen hätte ich mich ohnehin für eines der Mandate entscheiden müssen“, sagte Franz. dpa

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