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Manche Werbung sorgt für Ärger

Berlin - Die Zahl der Beschwerden aus der Bevölkerung gegen Werbekampagnen ist im vergangenen Jahr erneut stark angestiegen. Wie der Deutsche Werberat am Donnerstag bei Vorlage seiner Bilanz für 2010 mitteilte, gingen bei dem Gremium mehr als 900 Eingaben gegen Plakate, Spots, Anzeigen und Online-Werbung ein – ein Anstieg um 55 Prozent gegenüber den Beschwerden im Vorjahr. Bei den insgesamt 298 unter die Lupe genommenen Kampagnen teilte der Werberat in 89 Fällen die Kritik der Beschwerdeführer. In mehr als 90 Prozent hätten die Unternehmen die beanstandete Werbung geändert oder vom Markt genommen. Eine öffentliche Rüge wurde in nur acht Fällen erteilt. Gerügt wurde unter anderem eine Dresdner Diskothek, die mit Plakaten warb, auf denen Frauenunterleibe und gespreizte Beine zu sehen waren. Eine ebenfalls gerügte Kampfkunst- Schule warb mit dem blutig geschlagenen Gesicht eines Gegners. AFP

Ex-WestLB-Broker werden angeklagt

Düsseldorf - Vier Jahre nach dem mehr als 600 Millionen Euro teuren Desaster mit Aktien-Fehlspekulationen bei der WestLB hat die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Drei wegen der Vorgänge entlassene Aktienhändler der WestLB sowie zwei externe Händler sollen wegen Marktmanipulation, Untreue oder Beihilfe zur Untreue vor Gericht, sagte Oberstaatsanwalt Ralf Möllmann am Donnerstag. Zunächst war auch gegen den gesamten damaligen Vorstand ermittelt worden. dpa

Bombardier schafft die Wende

Montreal - Der Flugzeug- und Bahntechnikhersteller Bombardier hat die Wende geschafft. Zum Ende des Geschäftsjahres (31. Januar) meldete der kanadische Konzern, dessen Weltzentrale für den Schienenverkehr in Berlin sitzt, einen stabilen Umsatz und steigende Gewinne. Für das vierte Quartal weist Bombardier einen Umsatz von 5,37 (Vorjahr: 5,35) Milliarden Dollar aus. Der Quartalsgewinn zog auf 325 (179) Millionen Dollar an. Damit lag auch der Jahresgewinn mit 769 (707) Millionen Dollar im Plus. Der Umsatz lag unter dem Strich im Gesamtjahr bei 17,7 (19,4) Milliarden Dollar. dpa

Täglich 100 Minuten im Netz

Berlin - Jeder dritte Deutsche fühlt sich durch die Informationsflut aus Fernsehen, Radio, Handy und Internet überfordert. Das ergab eine Studie, die am Donnerstag vom IT-Branchenverband Bitkom vorgestellt wurde. Demnach haben 39 Prozent der Deutschen ab 65 Jahren häufig das Gefühl der Informationsüberflutung, in der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen jedoch nur jeder Siebte. Pro Tag nutze jeder Deutsche durchschnittlich 100 Minuten das Internet, vor zwei Jahren waren es noch 88 Minuten. ter

Buffett braucht neuen Nachfolger

New York - Der aussichtsreichste Kandidat für die Nachfolge von US-Investor Warren Buffett als Chef der Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway ist nach einem umstrittenen Aktienkauf zurückgetreten. Buffett erklärte am Mittwoch, David Sokol habe Aktien des Chemie-Konzerns Lubrizol gekauft und ihm dann eine Übernahme der Firma empfohlen. Buffett hatte Lubrizol Mitte des Monats für neun Milliarden Dollar gekauft. rtr

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