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Vom Lobbyisten bis zum Controller:

Viele neue Berufe sind unbekannt



Auf dem Arbeitsmarkt gibt es zahllose neue Berufe, die Fachrichtungen werden immer spezieller. Nur wer kennt die neuen Jobs überhaupt? Nicht allzu viele, ergab eine Umfrage des Instituts Forsa in Nürnberg. Am wenigsten bekannt ist demnach der Compliance-Officer, der in Unternehmen für rechtskonformes Verhalten sorgt. Vier von fünf Befragten (79 Prozent) kannten diesen Beruf nicht. Das Berufsbild des Lobbyisten, der einzelne Interessen in der Politik vertritt, sagte nur der Hälfte der Befragten (49) etwas. Bildungs-Controller, die Mitarbeiter in Unternehmen für die Zukunft qualifizieren, sind 61 Prozent der Befragten unbekannt. Auch den Pharma-Manager, der die Herstellung von Medikamenten betreut, kannte nur jeder zweite Befragte (49). Für die Studie im Auftrag der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUV) in Berlin befragte Forsa im Februar und März 1002 Erwerbstätige. dpa

Der Beruf ist Frauen wichtiger

als Männern

Männer leben nur für die Arbeit? Von wegen: Der Beruf ist Frauen sogar wichtiger als Männern. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Studie. So sagen vier von fünf erwerbstätigen Männern (80 Prozent): „Ich arbeite, um zu leben – und nicht umgekehrt.“ Dem stimmen nur zwei von drei berufstätigen Frauen zu (68 Prozent). Auf der anderen Seite glauben mehr als drei Viertel der erwerbstätigen Frauen (77 Prozent), dass ihnen ohne die Arbeit etwas fehlen würde – bei den Männern sind es dagegen nur zwei Drittel (67 Prozent). Und 38 Prozent der berufstätigen Männer denken, auch ohne Arbeit ein erfülltes Leben führen zu können. Das sehen nur 33 Prozent der Frauen so, die derzeit arbeiten. Im Auftrag der Techniker Krankenkasse wurden je 1000 erwachsene Männer und Frauen befragt, darunter insgesamt 960 Erwerbstätige. dpa

Junge Arbeitnehmer fühlen sich zunehmend gestresst

Junge Arbeitnehmer empfinden ihren Job zunehmend als belastend. Jeder Fünfte (20,2 Prozent) empfindet seinen Arbeitsalltag als „sehr stressig“, mehr als die Hälfte (51,2) bewertet ihn als „etwas belastend“. Das ergab eine bundesweite repräsentative Umfrage der Krankenkasse DAK in Hamburg unter 3000 berufstätigen Versicherten zwischen 18 und 29 Jahren. Nicht nur ältere, auch junge Arbeitnehmer leiden zunehmend unter psychischen Störungen, erklärt das DAK-Psychologe Frank Meiners. Fast jeder Zehnte der 15- bis 29-jährigen Berufstätigen ist von einer somatoformen Störung, also körperlichen Beschwerden ohne organische Ursache, betroffen, ermittelte die DAK anhand der Daten ihrer Versicherten. dpa

Personalchefs wollen Mitarbeiter verstärkt weiterbilden

Viele Personalchefs in mittleren und großen Unternehmen wollen ihre Mitarbeiter verstärkt weiterbilden. Das hat eine repräsentative Forsa-Umfrage unter 300 Personalern in Firmen mit mehr als 150 Mitarbeitern ergeben. So plant jedes dritte befragte Unternehmen (33 Prozent), seinen Etat für betriebliche Fortbildungen im laufenden Jahr auszubauen. Im vergangenen Jahr hatte das erst knapp jeder siebte Betrieb (15 Prozent) vor – der Wert hat sich also mehr als verdoppelt. Ein Grund dafür ist der zunehmende Fachkräftemangel, ergab die Studie im Auftrag des Instituts für Lernsysteme und der Europäischen Fernhochschule Hamburg. dpa

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